Salzlandkreis
Spurensuche nach Rohrbomben-Anschlag
Kriminaltechniker untersuchen Sprengsatz - Polizei und Staatsschutz ermitteln
erstellt 16.11.09, 11:01h
Hohenerxleben/dpa. Nach dem Rohrbomben-Anschlag auf die
Wohnung eines Iraners in Hohenerxleben (Salzlandkreis) am Wochenende
hat die Polizei noch keine Hinweise auf die Täter. Kriminaltechniker
sicherten weiter Spuren und werteten diese aus, zudem würden Anwohner
befragt, sagte ein Sprecher der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord
am Montag in Magdeburg. Experten des Landeskriminalamts untersuchten
Reste des selbst gebastelten Sprengsatzes, mit dem Unbekannte in der
Nacht zum Sonntag ein Doppelfenster des Hauses zerstört hatten. Laut
Polizei muss der Knall weithin hörbar gewesen sein. Gleichwohl sei
der Polizei der Anschlag erst am Sonntagmittag gemeldet worden.
Weil eine fremdenfeindliche Straftat nicht ausgeschlossen werden
kann, ermittelt der für solche Fälle zuständige Staatsschutz. Der
Iraner lebt mit seiner Frau und einem Kind in einem Nebengebäude des
Schlosses Hohenerxleben, das von einer Stiftung als Kultur- und
Bildungsstätte genutzt wird. Er arbeitet in dem Projekt mit. Zum
Zeitpunkt des Anschlags war laut Polizei niemand in der Wohnung.
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