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Sportlichste Schüler kommen wieder aus Gräfenhainichen

Kindern von den Grundschulen war der Sieg bei der Aktion «Fair bringt mehr» aber eigentlich gar nicht so wichtig

VON ULF ROSTALSKY, 12.11.09, 19:53h, aktualisiert 12.11.09, 21:53h
Jubel
Große Freude bei den Kindern der Gräfenhainichener Grundschule: Sie gewannen wieder den Pokal. (FOTO: THOMAS KLITZSCH)
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GRÄFENHAINICHEN/MZ. Die sportlichsten Mädchen und Jungen der Verwaltungsgemeinschaft "Tor zur Dübener Heide" stammen auch in diesem Jahr aus der Gräfenhainichener Gutenberg-Grundschule. Das zumindest ergab die Auswertung des sportlichen Wettstreits der gut 400 Schüler aus Möhlau, Schköna, Zschornewitz und eben der Heidestadt, zu dem am Donnerstag eingeladen worden war.

"Aber genau genommen waren alle Kinder Sieger", meint Annelies Große, die Schulleiterin der Gutenberg-Grundschule. Denn es sei weniger um Sieg und Niederlage als um das Miteinander gegangen. Das, glaubt die Pädagogin, sei im Sport so wunderbar vermittelbar. "Die Kinder haben am Ende auch die Mädchen und Jungen angefeuert, die im Staffellauf eben nicht die Nase vorn hatten." Das mache die besondere Note des Sporttages aus, der in der Heidestadt kein Novum ist und auch noch über Jahre Bestand haben soll.

Die Gutenberg-Grundschule hatte sich vor geraumer Zeit als Teilnehmerin der Aktion "Fair bringt mehr" der Volksbanken gemeldet und als Wettbewerbsbeitrag neben Theaterspiel und Workshops auch den sportlichen Wettbewerb gemeldet. "Aber warum sollten wir das alles allein machen? Erstens ist unsere Turnhalle groß genug, zweitens macht der Wettstreit mit den anderen Schulen einfach mehr Spaß", bekräftigt Annelies Große und erklärt damit die Idee des ortsübergreifenden Wettbewerbs, der im vorigen Jahr seine Premiere und damit auch den ersten Gesamtsieger erlebte.

Die Hausherren aus der Gutenberg-Grundschule waren Titelverteidiger und erfüllten diese Rolle am Donnerstag mit Bravour. In der Gesamtwertung aller Wettbewerbe der Klassen 1 bis 4 hatten die Gräfenhainichener die Nase vorn. Auf den Plätzen folgten die Mädchen und Jungen aus Schköna, Zschornewitz und Möhlau. Einen Pokal gab es allerdings nicht allein für den Gesamtsieger. Sie wurden auch an die erfolgreichsten Klassen überreicht. "Ein zusätzlicher Ansporn", gaben sich die Gastgeber sicher, die einen Vormittag voller sportlicher Leistungen und Emotionen erlebten. Laut war es in der Turnhalle, als zum Wettlauf gestartet oder Geschick beim Balancieren gefragt war.

Eher ruhig ließ es hingegen Christian Bührdel mit seinen Schachspielern angehen. Er entführte die interessierten Mädchen und Jungen in die Welt des königlichen Spiels, während nebenan Mangas gezeichnet wurden. "Wir haben auch abseits des Sports ein buntes Programm auf die Beine gestellt", sagt Schulleiterin Große. Die Schüler, die gerade nicht auf sportliche Höchstleistungen aus sein mussten, hatten die Möglichkeit, sich an unterschiedlichsten Stationen zu testen. Wissen wurde beim Quiz verlangt. Es ging um Sinneskraft oder die gemeinsame Bewegung im Takt der Musik. Die Schüler sollten unbeschwert miteinander umgehen. "Sich einfach kennen lernen und fair zueinander sein", wie die Gastgeber an der Gutenberg-Schule betonten.

Die Volksbank als Ideengeber des Wettbewerbs zeigte sich großzügig gegenüber den teilnehmenden Schulen. Bälle und allerlei Spielgerät wurden an die Einrichtungen verteilt. "Das kann jeder gebrauchen", freute sich Annelies Große.


    
    
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