Lokalausgaben SaaleKurier - Halle/Saalekreis AnhaltKurier - Dessau-Roßlau Ascherslebener Zeitung Bernburger Kurier Bitterfelder Zeitung ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen Köthener Zeitung Mansfelder Zeitung - Eisleben, Hettstedt Neuer Landbote - Merseburg, Querfurt Quedlinburger Harz Bote Sangerhäuser Zeitung Weißenfelser Zeitung - Weißenfels, Hohenmölsen Zeitzer Zeitung Naumburger Tageblatt
Lokalausgaben

Seien Sie live dabei! Plus: Alle wichtigen Fußball-Tabellen!

Verpassen Sie keine Entscheidung in der 1. und 2. Bundesliga, der 3. Liga, im DFB-Pokal, der Champions League, der Europa League und in der Formel 1.
mz-web.de
RSS    |    Bildschirmschoner    |    mz-web.de mobil
Schriftgröße kleinSchriftgröße mittelSchriftgröße groß
Bitterfelder Zeitung
mz-web.de > Lokal-Ausgaben > Bitterfelder Zeitung

Jugendliche auf der Suche nach dem passenden Beruf

Auf der siebenten Bildungsmesse in Wolfen waren 65 Firmen, Bildungsträger, Universitäten vertreten

VON CHRISTINE KRÜGER, 12.11.09, 19:28h, aktualisiert 12.11.09, 21:27h
Ein Messestand wird besucht
Eigentlich ein Muss für künftige Schulabsolventen ist die große Bildungsmesse in Wolfen. 65 Aussteller stellten sich vor. (FOTO: THOMAS RUTTKE)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
WOLFEN/MZ. Wiesheu lässt nichts anbrennen: Der Backofenhersteller, der im Chemiepark in Wolfen angesiedelt ist, sucht seine künftigen Azubis auf den verschiedensten Bildungsmessen. Am Donnerstag zum Beispiel in Wolfen, wo der Schulclub am Heinrich-Heine-Gymnasium und die Stadtwerke Wolfen seit sieben Jahren eine Bildungsmesse für Sekundarschüler und Gymnasiasten der Region veranstalten.

65 Aussteller - Unternehmen aus der weiteren Region, Bildungsträger, Universitäten und Fachschulen aus mehreren Bundesländern - sind am Donnerstag Ansprechpartner für die künftigen Schulabsolventen gewesen. Über 1 000 Jugendliche und ihre Eltern haben den Weg ins Kulturhaus und in die Stadtwerke, wo sich die Ausbildungs-Anbieter vorstellten, gefunden. Damit hat sich diese Veranstaltung zur größten Bildungsmesse im Altlandkreis entwickelt. Angefangen hat alles einst in der Turnhalle des Gymnasiums, blickt Jörg Helbig, Leiter des Schulclubs, lächelnd zurück.

Ein unwiderstehlicher Duft nach frischem Gebäck zieht plötzlich durch das Kulturhaus-Foyer - der Backofenhersteller zeigt, was seine Produkte können. Und: Er lockt damit die Leute an. Ausbildungsplätze für Konstruktionsmechaniker und Industriekaufleute bietet Wiesheu an. "Wir suchen Lehrlinge", sagt Niels Hein, Meister für Grundfertigung. "Es ist schwer, gute, motivierte Lehrlinge zu finden." Vielleicht ist das eine Chance für Stefanie Dreher aus Greppin? Sie würde eigentlich gern in der Gastronomie Fuß fassen. "Aber wir sind ja hier eine Chemie-Ecke, da sieht es mit der Gastronomie natürlich nicht so gut aus. Ich will in der Region bleiben, und da gucke ich mich auch in anderen Berufen um", sagt sie. Ihr Freund hilft ihr dabei, er hat diese Sorge nicht mehr. Tobias Neuhöfer ist im vierten Ausbildungsjahr bei Bayer.

Gleich nach der Schule sind Maximilian Große und Tobias Janker ins Kulturhaus gekommen. Die beiden beenden im Frühjahr die zwölfte Klasse und sind auf der Suche nach einem Beruf. "Was Handwerkliches", sagt Maximilian. Studieren? "Nee, ich hab erstmal genug von Schule", meint Tobias. Bessere Chancen als die Sekundarschüler haben, rechnen sie sich als Gymnasiasten schon aus. Aber in welcher Branche, das wissen sie noch nicht. Beste Noten sind Voraussetzung, um bei Q-Cells anzukommen. Aber nicht nur das - auch menschlich muss es stimmen, sagt einer der Ausbilder. Das bestätigt Azubi Christoph Scholz, der mitgekommen ist, um den Schülern über die Ausbildung in der Firma zu berichten. Zur Anschauung hat er eine Kugelsortieranlage vor sich auf dem Tisch stehen. "Das ist meine Zwischenprüfung", sagt er stolz.

Zufrieden mit der Resonanz der Bildungsmesse sind letztlich nicht nur Anbieter und Schüler. Auch der Ausrichter, der Schulclub in Person von Jörg Helbig, zieht ein fröhliches Gesicht. "Das zeigt, dass es ein riesiges Interesse gibt - von Unternehmen genauso wie von Schülern. Wir wollen das Angebot auch anderen aus Köthen und Zerbst machen." Sinn sei es letztlich, jungen Leuten hier eine Perspektive zu geben, dafür zu sorgen, dass sie in der Heimat bleiben oder wiederkommen. "Und dabei müssen wir helfen", so Helbig.

Wichtig findet der Leiter des Europagymnasiums Bitterfeld, Eckart Appenroth, die Angebote, die im Landkreis den Jugendlichen gemacht werden, zu bündeln. "Wir bekommen Angebote aus vielen Richtungen, das kriegen die Schüler gar nicht mehr auf die Reihe. Wir sollten in Wolfen die Tradition begründen."


    
    
Anzeige
TOP
Print- und Online-Impressum | Datenschutzerklärung | Haftungsausschluss