Unterkunft ist wieder im Blick
Eine Forderung, das Heim "unverzüglich" aufzulösen, hält Dübner nicht für sinnvoll. "Davor haben wir noch einiges an Arbeit." Dabei gehe es nicht nur um das Abklopfen rechtlicher Belange. "Es sind auch humanitäre Fragen zu klären", so Dübner.
Begonnen haben die Linken schon. Dübners Stellvertreter im Kreistag, Jörg Schindler, hat sich in Berlin schlau gemacht. Dort habe die Verwaltung von Gutscheinen zur Versorgung doppelt so viel gekostet wie der eigentliche Tagessatz ausmache, sagt Schindler. Und auch die dezentrale Unterbringung habe der Stadt Berlin Einsparungen gebracht. Bei 2 400 betroffenen Bedarfsgemeinschaften seien das rund eine Million Euro pro Monat. Im Kreis Wittenberg handle es sich zwar nur um 200 Personen, "aber das Beispiel zeigt, dass dezentrale Unterbringung nicht teurer ist, vermutlich sogar günstiger", sagt Schindler.
Landrat Jürgen Dannenberg (Linke) habe zugesichert, sowohl die Frage der Gutscheine als auch der dezentralen Unterbringung zu prüfen. Anfang Oktober hatte die zuständige Geschäftsbereichsleiterin Anke Tiemann allerdings erklärt, dass eine Heimlösung in Möhlau "die günstigste und wirtschaftlichste Variante" sei (die MZ berichtete). Bei einer Diskussion am Mittwoch hat sie nun eine Prüfung angekündigt, mit dem Ziel, "eine Lösung zu finden, die eine Verbesserung für die Heimbewohner bringt, ohne den gesetzlichen Rahmen zu sprengen".































