Greiz
Kicker schlägt Schiedsrichter nach Roter Karte
erstellt 25.10.09, 16:51h, aktualisiert 25.10.09, 16:52h
Greiz/ddp. Bei einem Spiel der 1. Kreisklasse in Greiz ist
es am Samstag zu einer Keilerei auf dem Fußballplatz gekommen.
Ausgangspunkt war ein Platzverweis für einen Stürmer der gastgebenden
Mannschaft vom Hainberger SV, die gegen Blau-Weiß 90 Greiz 1:0
zurücklag. Nach Polizeiangaben ging der Spieler dann auf den
Schiedsrichter los und schlug ihm ins Gesicht. Dadurch erlitt der
Schiedsrichter ein Schädelhirntrauma und eine Nasenprellung, hieß es
weiter.
Infolge der Auseinandersetzung kam es zu einer Schlägerei, an der
neben Spielern beider Mannschaften auch auf das Spielfeld eilende
Zuschauer beteiligt waren. Dazu sollen auch Sympathisanten der
rechtsextremen Szene gehört haben. Als die alarmierten Polizisten
eintrafen, gab es den Angaben zufolge nur noch Handgemenge am Rande
des Spielfelds. Die Partie wurde abgebrochen.
Der vom Platz gestellte Spieler stammt nach Angaben seines
Trainers Uwe Birke aus dem Kosovo. Ausländerfeindliche Parolen seien
nicht gerufen worden. Der Spieler sei schon zuvor mehrfach wegen
Unsportlichkeit mit der Roten Karte in die Kabine geschickt worden,
wegen des neuerlichen Vorfalls werde nun ein Vereinsausschluss
erwogen, sagte Birke der Nachrichtenagentur ddp.
Er gab indes auch zu bedenken, dass ein Gegenspieler zunächst
seinem Stürmer einen Kopfstoß versetzt hatte. Der Schiedsrichter, der
vor der Attacke in der zweiten Halbzeit die zunehmende Aggressivität
auf dem Spielplatz nicht unterbunden habe, ahndete daraufhin nur die
anschließende Ohrfeige des Stürmers, nicht aber den Kopfstoß.
Daraufhin sei sein Spieler «ausgerastet» und habe «wild um sich
geschlagen». Beide Vereine hätten «eigentlich ein normales
Verhältnis».
Die Polizei geht von mindestens fünf Verletzten aus. Sie will nun
weitere Hintergründe ermitteln.












































