Sachsen-Anhalt
Fahrschüler im Land scheitern oft
Verband untersucht schwaches Abschneiden bei Theorie-Prüfung
erstellt 13.07.09, 20:31h, aktualisiert 13.07.09, 20:46h

Bei Fahrschulprüfungen ist die Durchfallquote in den neuen Bundesländern am höchsten. (FOTO: DPA)
HALLE/MZ/MIFA. Der Fahrlehrerverband Sachsen-Anhalt will mit einer Studie ergründen, warum im vergangenen Jahr mehr als 44 Prozent der Fahrschüler im ersten Anlauf durch die theoretische Führerscheinprüfung rauschten. Dies ist bundesweit das schlechteste Ergebnis (die MZ berichtete im April). "Für die jetzige Untersuchung haben wir als unabhängige Experten die Deutsche Fahrlehrerakademie ins Boot geholt", sagte gestern Wolfgang Prescher, der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes Sachsen-Anhalt.
Die ostdeutschen Länder bilden gemeinsam das Ende der Durchfaller-Statistik, der Bundesschnitt liegt bei 30,4 Prozent. Auch bei den praktischen Führerscheinprüfungen bewegt sich die Wiederholungsquote im Osten - hinter Negativ-Spitzenreiter Hamburg (41 Prozent) - zwischen 30 und 36 Prozent und weit über dem bundesweiten Versager-Durchschnitt (25,7).
Prescher ist "völlig ratlos". "Alle Fahrlehrer erhalten die gleiche Ausbildung. Und bei der technischen Ausstattung dürfte der Osten sogar vorne liegen", sagte er. Dass ostdeutsche Fahrschulen ihre Schützlinge etwa zu früh prüfen könnten, dies wies Prescher zurück. Und auch, dass in den neuen Bundesländern ausschließlich die Dekra prüfe, spiele keine Rolle: Für alles gebe es bundesweite Standards. Noch Ende Juli werde das Problem mit den Fahrlehrerkreisvorsitzenden, der Dekra und dem Landesverwaltungsamt beraten, kündigte Prescher an. Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre (CDU) hat zudem gestern Gesprächsbereitschaft signalisiert.












































