NPD
Die Probleme bleiben
VON Alexander Schierholz, 17.06.09, 21:42h, aktualisiert 17.06.09, 21:48h
HALLE/MZ. Die rechtsextreme NPD schrumpft
in Sachsen-Anhalt von 250 auf 210 bis 220
Mitglieder. Ihr Ziel, bei den jüngsten Kommunalwahlen
flächendeckend anzutreten, hat sie verfehlt.
Und in den meisten Stadt- und Gemeinderäten
ist sie mit gerade mal einem Abgeordneten
vertreten.
Die Rechten schwächeln - das klingt wie eine
gute Nachricht. Aber das ist es nicht wirklich.
Die Lage der NPD darf nicht darüber hinwegtäuschen,
dass sie sich zunehmend radikalisiert und
dass noch immer 800 Rechtsextremisten im Land
als gewaltbereit gelten. Sie schlagen immer
brutaler zu, die Zahl rechter Gewalttaten
steigt.
All das zeigt, wo die Probleme liegen im Kampf
gegen den Rechtsextremismus, wie viel noch
zu tun bleibt. Trotz der fraglos vorhandenen
stärkeren Sensibilisierung von Polizei und
Justiz, trotz des lobenswerten Engagements
der Zivilgesellschaft.
Und die NPD? Mit ihr müssen sich die demokratischen
Parteien wohl oder übel in den Parlamenten
auseinandersetzen. An erster Stelle muss dabei
die Erkenntnis stehen, dass man es mit einer
zwar demokratisch gewählten Partei zu tun
hat, die aber die Demokratie abschaffen will.












































