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Thüringen

Polizei räumt Treffpunkt von Linken

Szene hatte seit 2001 das Gelände der KZ-Ofenbau-Firma «Topf & Söhne» besetzt - Gerichtsvollzieherin setzte Räumung durch

erstellt 16.04.09, 11:21h
Polizist vor dem Firmengelände in Erfurt
Ein Polizist geht am Donnerstag in Erfurt vor dem Gelände des besetzten Gebäudes der ehemaligen Firma «Topf & Söhne» entlang. (FOTO: DDP)
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Erfurt/dpa. Das besetzte Gelände der ehemaligen Erfurter KZ-Ofenbau-Firma «Topf & Söhne» ist am Donnerstag von einem Großaufgebot der Polizei geräumt worden. Jugendlichen Besetzer aus der alternativen Szene wurden des Geländes verwiesen, sagte ein Polizeisprecher. Die Räumung des Geländes erfolgte nach einem etwa vierstündigen Polizeieinsatz, an dem mehrere hundert Beamte aus Thüringen, Sachsen, Bayern und Hessen beteiligt waren. Anfang April hatte ein Erfurter Gericht entschieden, dass das Gelände geräumt werden muss. Es ist seit 2001 besetzt und gilt auch als überregionaler Treffpunkt der alternativen Szene.

Die Domicil Hausbau GmbH als Eigentümerin plant auf dem Gelände der ehemaligen Ofenbau-Firma neben Wohn- und Gewerbeflächen auch eine Gedenkstätte. Etwa 30 Besetzer hatten sich nach dem Eintreffen der Polizei zu einer Sitzblockade zusammengefunden und wurden weggetragen. Andere hatten nach Polizeiangaben versucht, eine Straßensperre aus Müll zu errichten oder sich im Gebäude einzubetonieren. Nach Polizeiangaben soll es bei der Aktion keine Verletzten gegeben haben. Die Polizei war von der Gerichtsvollzieherin, die das Räumungsurteil durchzusetzen hat, zur Amtshilfe angefordert worden. Die Stadt Erfurt hatte den Besetzern Alternativobjekte angeboten, dafür aber die Gründung eines Vereins verlangt. Die Verhandlungen waren daran gescheitert.


    
    
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