Leipzig
«Thor Steinar»-Laden muss geräumt werden
Betreiber und Immobilienfirma einigen sich auf Vergleich - Mietverhältnis wird im Juni beendet
erstellt 31.03.09, 16:58h

Auch in Leipzig muss nach einem Gerichtsurteil ein «Thor-Steinar»-Laden geräumt werden. (FOTO: DPA)
Dresden/Leipzig/dpa. Auch in Leipzig wird ein umstrittenes
«Thor Steinar»-Geschäft geräumt, und zwar bis Ende Juni. Das sei das
Ergebnis eines Vergleichs zwischen dem Verkäufer der bei
Rechtsextremisten beliebten Bekleidungsmarke und der Immobilienfirma
vom Montag, teilte das Oberlandesgericht (OLG) Dresden am Dienstag
mit. Das Mietverhältnis werde zu diesem Termin beendet, sonst besteht
danach die Chance einer Zwangsvollstreckung.
Im Januar war bereits ein «Thor Steinar»-Geschäft in Magdeburg
geräumt worden. Der Ladenbetreiber hat aber gegen die Entscheidung
des OLG Naumburg beim Bundesgerichtshof Revision eingelegt, über die
noch nicht entschieden ist. Proteste und teils gewaltsame
Auseinandersetzungen um «Thor Steinar»-Läden gab und gibt es auch in
Hamburg und Berlin. «Thor Steinar»-Kleidung gilt laut
Verfassungsschutz als ein Erkennungszeichen von Rechtsextremisten.
In Leipzig hatte das Gericht bereits vor zwei Wochen zu einem
Vergleich zu den nun vereinbarten Bedingungen geraten - zunächst
vergeblich. Die Immobilienfirma hatte ursprünglich den Mietvertrag
angefochten. Das Landgericht Leipzig attestierte dem Händler
arglistige Täuschung über das Verkaufskonzept (Az.: 5 U 1980/08). Er
legte daraufhin Berufung beim OLG ein. Abstandszahlungen wurden im
jetzigen Vergleich nicht vereinbart, wie eine Gerichtssprecherin
sagte.
Die brandenburgische Firma MediaTex, die «Thor Steinar» vertreibt,
ist inzwischen an ein Unternehmen in Dubai verkauft.












































