Halle
«Thor Steinar» soll gekündigt werden
Der Eigentümer schaltet einen Anwalt ein - Die umstrittene Marke steht im Mietvertrag
VON MICHAEL TEMPEL, 11.06.09, 19:23h, aktualisiert 11.06.09, 21:18h

Die Eröffnung von «Thor Steinar»-Läden führt immer wieder zu Protesten. (ARCHIVBILD) (FOTO: DPA)
HALLE/MZ. In Halle werden die Bemühungen, den neuen Thor-Steinar-Laden auf dem Boulevard wieder loszuwerden, vorangetrieben. Wie Innendezernent Bernd Wiegand Donnerstag der MZ sagte, hat der Hauseigentümer einen Anwalt eingeschaltet. "Der prüft jetzt, ob eine außerordentliche Kündigung in Betracht kommt", so Wiegand.
Das Geschäft mit dem Namen "Oseberg", in dem Bekleidung der in der rechten Szene begehrten Marke Thor Steinar verkauft wird, hatte erst vorige Woche aufgemacht. Die Eröffnung war von heftigen öffentlichen Protesten und einer Mahnwache begleitet worden (die MZ berichtete). Wie Uwe Hahnel vom Verein "Miteinander" sagte, handelt es sich bei der nun mit dem Fall beauftragten Kanzlei um dieselbe, die bereits die Schließung eines Thor-Steinar-Ladens im Magdeburger Hundertwasser-Haus vor Gericht durchgesetzt hatte. Dort hatten sich die Eigentümer darauf berufen, nicht darüber informiert worden zu sein, dass in ihrem Haus mit der umstrittenen Bekleidungsmarke gehandelt wird.
Dennoch ist laut Hahnel und Wiegand nicht zu erwarten, dass eine Kündigung des Geschäfts in Halle ein leichter Gang wird: "In dem Mietvertrag steht deutlich drin, dass Thor-Steinar-Ware verkauft werden soll", sagte Wiegand. Der Eigentümer, bei dem es sich um einen Münchner Unternehmer handele, habe bei den Vertragsverhandlungen nichts mit dem Markennamen anfangen können.
Unterdessen hat auch das Gewerbeamt wie angekündigt das Geschäft erstmals kontrolliert - laut Wiegand gab es dabei keine Beanstandungen.












































