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Sachsen-Anhalt

Madl lässt Kreistagsvorsitz ruhen

erstellt 27.05.09, 19:21h, aktualisiert 27.05.09, 19:25h
Thomas Madl
Thomas Madl (FOTO: SCHOLTYSECK)
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MERSEBURG/MZ/GLO/HK. Der CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Madl lässt offenbar sein Amt als Vorsitzender des Kreistages im Saalekreis ruhen. Das sagte am MItwoch Saalekreis-Landrat Frank Bannert (CDU). "Ich habe darüber mit Thomas Madl gesprochen und begrüße seine Entscheidung", sagte er der MZ. Madl selbst war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Zuvor hatten Linke, SPD und auch die CDU-Fraktion im Saalekreis Madl zum Verzicht auf das Amt im Kreistag aufgefordert.

Madl hatte sechs Jahre lang eine Wahlkreismitarbeiterin in Vollzeit beschäftigt, die bereits einen Vollzeitjob als Personalchefin in der Verwaltungsgemeinschaft "Nördlicher Saalkreis" hat. Deswegen will die Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Politiker aufnehmen. Am Vormittag hatte Ralf Wunschinski, Fraktionsvize der CDU-Kreistagsfraktion, Madl aufgefordert, den Kreistagsvorsitz bis zur Klärung der Vorwürfe ruhen zu lassen. Er sei verwundert, dass Madl bis heute keine detaillierten Erklärungen abgegeben habe.

SPD und die Linken im Kreistag hatten ebenfalls Konsequenzen von Madl verlangt, nur so sei eine Aufklärung der Vorwürfe möglich. Der CDU-Landesverband will sich heute zu dem Fall äußern, "wenn Thomas Madl seine Sicht der Dinge öffentlich gemacht hat", sagte Landesvize Reiner Haseloff. Madl hatte für heute eine Erklärung angekündigt. Nach Ansicht von Haseloff drängt angesichts des Wahlkampfes die Zeit: "Die Diskussion muss schnellstens beendet werden." Madl ist bislang als Vorsitzender des Innenausschuss des Landtages zurückgetreten, ob er Vorsitzender der Parlamentarischen Kontrollkommission und im Ältestenrat bleibt, soll seine Fraktion entscheiden.

Derweil fordern SPD, Linke und die nicht im Landtag vertretenen Grünen Madl und die CDU-Landtagsfraktion auf, endlich Konsequenzen zu ziehen. "Er schadet nicht nur dem Ansehen der CDU, sondern der Politik insgesamt, daher sollte er überlegen, sein Landtagsmandat niederzulegen", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Norbert Bischoff. FOTO: ARCHIV / MEINICKE


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