Skater und Musiker setzen ein Zeichen gegen Rechts
Einen Tag vor der Wahl veranstaltet der SPD-Ortsverein ein sportliches Aufeinandertreffen
VON STEFANIE GREINER, 26.05.09, 19:41h, aktualisiert 26.05.09, 21:45h

Christoph Frömmigen, Josef Kapuscinski und Michel Lindenau (von links) sind regelmäßige Besucher des Skaterparks im Jürgenweg. (FOTO: MZ)
KÖTHEN/MZ. Am 6. Juni ist es so weit. Dann feiert das Rock 'n' Roll-Event im Skaterpark sein Comeback. Drei Jahre ist es mittlerweile her, dass der Jugend-Treffpunkt im Jürgenweg zum Austragungsort von spannenden Skater-Contests und gitarrenstarken Rockkonzerten wurde.
Einen Tag vor der Wahl lebt die beliebte Veranstaltung wieder auf. Der Zeitpunkt wurde nicht ohne Grund gewählt. "Wir wollen die Jugendlichen darauf hinweisen, dass Wahlen sind", verdeutlichte Mit-Organisator Jan Kiese auf der dienstäglichen Pressekonferenz. Veranstalter der Aktion ist der SPD-Ortsverein. Mit "Rock gegen Rechts" wollen die Sozialdemokraten insbesondere ein Zeichen gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit setzen. Mitglieder der SPD werden vor Ort sein, um über die derzeitige Lage zu informieren. "Wir haben in Köthen ein Problem mit Rechten", bemerkte SPD-Fraktionsvorsitzender Martin Pfarr. Er betonte, dass man das Thema mit dem Skater-Contest und dem Konzert offensiv angehen wolle.
Das Open-Air-Event beginnt um 10 Uhr mit einer offiziellen Eröffnung. 12 Uhr fällt der Startschuss für die Skater-Contests. Interessierte können sich am Veranstaltungstag vor Ort anmelden. Je nach Belieben der Teilnehmer wird es auch BMX- und Basketball-Wettbewerbe geben. Ab 18 Uhr werden verschiedene lokale und regionale Bands für ordentlich Stimmung sorgen. Das Repertoire reicht von den Hip-Hop-Beats der "sSuted Vibez" bis zum harten Gitarrensound der Punkrockband "Die Haberzettls". Bis in die frühen Morgenstunden wird gerappt und gerockt. Sieben Bands haben ihre Teilnahme angekündigt.
Das Veranstaltungsgelände ist von einem Bauzaun begrenzt. Der Eintritt kostet drei Euro. Glasflaschen sind untersagt. Aus Jugendschutzgründen erhalten die Besucher verschiedenfarbige Bänder. Die Abgabe von alkoholischen Getränken wird dementsprechend altersgerecht geregelt. Zum Schutz der Teilnehmer werden Polizisten im Umfeld unterwegs sein. Eine spezielle Beleuchtung des Platzes ermöglicht das Skaten bei Nacht. Die Veranstaltung endet am Sonntagmorgen 1 Uhr.
"Wir rechnen mit 400 bis 500 Jugendlichen", verkündete Jan Kiese. Bis zum 6. Juni stehen für ihn und die anderen Mitglieder des Organisationsteams noch einige Vorbereitungen an. Flyer müssen verteilt und Anwohner informiert werden.





















