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Bärin Susi genießt den Wald

Merseburger besuchen Meisterin Petz, die 20 Jahre am hinteren Gotthardteich im Käfig lebte

VON ELKE JÄGER, 24.05.09, 17:20h, aktualisiert 24.05.09, 20:15h
Bärin Susi
Bärin Susi lässt sich das aus Merseburg mitgebrachte Gemüse und Obst schmecken. (FOTO: RÜDIGER SCHMIDT)
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MERSEBURG/MÜRITZ/MZ. Bärin Susi, die rund zwei Jahrzehnte am hinteren Gotthardteich in Merseburg lebte und nun ihren Lebensabend im Bärenwald Müritz verbringt, geht es sichtlich gut. Davon konnten sich die 31 Teilnehmer einer Tour nach Mecklenburg-Vorpommern überzeugen, die Susi kürzlich dort besuchten. "Das war ein großes Erlebnis für uns alle", versichern Werner Wolff und Rüdiger Schmidt, die der MZ von ihren Eindrücken berichteten.

Alle Frauen und Männer, die sich mit auf die Reise begeben hatten, kennen die Braunbärin noch von früher und hatten sie bei Spaziergängen oft besucht. Auch Rüdiger Schmidt, der nur rund 500 Meter entfernt von der Stelle wohnte, wo sich der Käfig befand. "Damals haben wir uns doch gar keine Gedanken darüber gemacht, dass sie auf dem Betonboden leben musste", gesteht er. Jetzt erst sei ihm bewusst geworden, wie die Bärin da gelitten haben muss. Um so froher ist der 65-Jährige, dass sich Susi in ihrer neuen Heimat gut eingelebt hat. "Man hat richtig gesehen, dass es ihr gut geht", freut er sich mit allen Tour-Teilnehmern.

Rund dreieinhalb Stunden war die Gruppe von Merseburg aus unterwegs, bis sie im Bärenwald ankam. Dort wurde sie bereits von der Grünen-Bundestagsabgeordneten Undine Kurth erwartet, die sich ihnen anschloss, erzählt Werner Wolff. Die Politikerin hat sich damals dafür eingesetzt, dass Susi nach Müritz ziehen konnte. Dann führte Cheftierpflegerin Sabine Steinmeier die Gäste aus der Saalestadt durch das rund fünf Hektar große Areal. "Sie hat uns viel erzählt über die Lebensweise der Bären und über das Schicksal der acht Bären, die jetzt hier leben", berichtet Wolff. Interessant sei für ihn gewesen, wie schnell sich die Tiere wieder auf ihre Urinstinkte besonnen hätten, zum Beispiel hätten die meisten im Winter Höhlen gegraben - Susi allerdings noch nicht.

Der Höhepunkt war dann der Besuch bei der 28-jährigen Bärendame. "Die Pfleger haben Susi in eine Schleuse zwischen zwei der großen Gehege gelockt, da konnten wir sie ganz nahe sehen. Und unseren Futterkorb hat sie sich schmecken lassen", plaudern Rüdiger Schmidt und Werner Wolff. Der Korb war ein vom E-Center Meuschau mit frischem Obst und Gemüse gefülltes Mitbringsel. In diesen Momenten wurden eifrig die Fotoapparate gezückt. Zur Erinnerung gab es zum Abschied für jeden einen Button mit dem Foto einer zufrieden und gesund wirkenden Susi.


    
    
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