Andrea Röpke
Preis für Berichte aus der rechtsextremen Szene
Journalistin erhält die Auszeichnung «Das unerschrockene Wort».
erstellt 26.04.09, 19:53h, aktualisiert 26.04.09, 19:55h
ZEITZ/MZ/RIC. Für ihre Recherchen über Rechtsextremismus ist die Journalistin Andrea Röpke ausgezeichnet worden. Sie hat am Sonnabend in Zeitz den Zivilcourage-Preis "Das unterschrockene Wort" erhalten. Der mit 10 000 Euro dotierte Preis wird von den 15 Lutherstädten Deutschlands verliehen und ist der 43-jährigen Journalistin aus Niedersachsen im Museum Schloss Moritzburg übergeben worden. Sie ist die siebente Trägerin der Auszeichnung.
Röpke war von den Bürgern der Stadt Wittenberg für die Auszeichnung vorgeschlagen worden, weil sie sich auch durch Drohungen und gewalttätige Übergriffe nicht davon abhalten ließ, Methoden und Strukturen der rechten Szene aufzudecken und zu veröffentlichen. Röpke, die schon mehrfach Preise für ihr Engagement erhielt, war eine der ersten, die auf die veränderte Struktur der Jugend-Aktivitäten der rechten Szene aufmerksam machte. Zudem untersuchte sie die gewachsene Rolle der Frauen in der rechten Szene. Cornelia Habisch vom Netzwerk für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt würdigte in ihrer Laudatio den Mut von Röpke, die Umtriebe rechtsextremer Gruppen vor Ort zu recherchieren und eine konsequente Bekämpfung von Rechtsextremismus und Gewalt anzumahnen.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören der Theologe Richard Schröder und der Liedermacher Stephan Krawczyk. Zum Bund der Lutherstädte gehören unter anderem Eisleben, Erfurt, Halle, Magdeburg, Wittenberg und Zeitz. Die nächste Preisverleihung findet 2011 in Heidelberg statt.




































