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Jerichower Land

Militante rechte Kameradschaftsszene

erstellt 25.03.09, 21:50h, aktualisiert 25.03.09, 22:00h
Halle/MZ. Das Jerichower Land rund um Burg ist nach Angaben der Opferberatung seit Jahren ein Schwerpunkt rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt. Es gebe eine militante Kameradschaftsszene rund um den Hooligan-Verein "Blue White Street Elite" (BWSE), sagt Heike Kleffner von der Beratungsstelle. Opfer seien sowohl Migranten als auch nicht-rechte Jugendliche. Im vorigen Jahr verzeichnete die Opferberatung zehn derartige Überfälle. Der Verfassungsschutz rechnet rund 60 Aktive zu den gewaltbereiten Rechten in der Region.

Das Oberverwaltungsgericht Magdeburg hatte im vorigen Jahr ein vom Innenministerium verfügtes Verbot der BWSE in einem Eilverfahren aufgehoben. Eine Entscheidung in der Hauptsache stehe aber noch aus, sagte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) am Mittwoch. Kleffner vermutet, das Urteil habe der Szene zusätzlichen Auftrieb gegeben.

Der Anteil von Migranten an der Bevölkerung Sachsen-Anhalts ist nach Angaben der Opferberatung seit Beginn der 90er Jahre auf knapp zwei Prozent gesunken. Dennoch sei die Gefahr für diese Personen, Opfer rassistischer Angriffe zu werden, zehn Mal so hoch wie etwa in Hessen oder in Nordrhein-Westfalen. Unter anderem damit beschäftigt sich eine Konferenz, welche die Opferberatung am Donnerstag in Magdeburg veranstaltet.

Mehr Informationen finden Sie im Internet.


    
    
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