Sachsen-Anhalt
Ex-Staatsschützer verweigert Aussage vor Untersuchungsausschuss
Als Begründung nennt Mann gegen ihn laufendes Disziplinarverfahren - Ordnungsgeld von 250 Euro verhängt
erstellt 19.01.09, 11:56h, aktualisiert 19.01.09, 16:23h
Magdeburg/dpa. Vor dem Polizei-Untersuchungsausschuss des
Landtags hat ein früherer Staatsschützer, der angebliche Defizite im
Kampf gegen Rechtsextremismus in Dessau-Roßlau bemängelt hatte, am
Montag die Aussage verweigert. Als Begründung nannte er ein gegen ihn
laufendes Disziplinarverfahren. Der Ausschussvorsitzende Jens Kolze
(CDU) verhängte gegen den Polizisten daraufhin ein Ordnungsgeld von
250 Euro. Ein Ex-Kollege beklagte während der Sitzung in Magdeburg
berufliche Nachteile. Ihm schlage innerhalb der Polizei seit etwa
eineinhalb Jahren eine «Kultur der Bürokratie und Schikane» entgegen.
Die beiden Beamten hatten im Frühjahr 2007 gemeinsam mit einem
Kollegen einem Vorgesetzten in der Polizeidirektion Dessau-Roßlau
vorgeworfen, er habe sie bei Ermittlungen gegen die rechte Szene
bremsen wollen. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte der Landtag den
Ausschuss eingesetzt, der den Vorfall seit Oktober 2007 untersucht.
Seit Mitte 2008 läuft gegen die drei Beamten, die jetzt in anderen
Polizeidienststellen tätig sind, ein Disziplinarverfahren. Geprüft
wird, ob sie gegen Dienstvorschriften verstoßen haben.



































