Sachsen-Anhalt
Pömmelte-Opfer Kevin stirbt mysteriös
14-Jähriger kommt bei Winterfreizeit im Thüringer Wald zu Tode - 2006 von Rechtsextremen überfallen
erstellt 09.01.09, 13:55h, aktualisiert 09.01.09, 16:23h

Blick auf eine Durchgangsstraße in der Gemeinde Pömmelte im Landkreis Schönebeck (FOTO: DPA)
Pömmelte/Tambach-Dietharz/ddp. Zwei Jahre nach einem
Neonazi-Überfall auf einen Jungen aus Pömmelte in Sachsen-Anhalt ist
das Kind aus noch ungeklärter Ursache verstorben. Der 14-jährige
Kevin starb bereits am 28. Dezember 2008 bei einer Winterfreizeit im
thüringischen Tambach-Dietharz (Kreis Gotha), wie ein Sprecher der
Staatsanwaltschaft Erfurt am Freitag sagte. Ein gerichtsmedizinisches
Gutachten soll den Angaben zufolge in vier Wochen vorliegen. Die
Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt.
Der Schüler lebte bis zu seinem Tod in einer betreuten Wohneinheit
einer Jugendeinrichtung in Bernburg (Salzlandkreis). Zum Zeitpunkt
des Überfalls am 9. Januar 2006 war der damals zwölf Jahre alte Junge
in einem Kinderheim in Pömmelte untergebracht.
Aus fremdenfeindlichen Motiven hatten damals drei 16-Jährige und
ein 20 Jahre alter Mann den Jungen über eine Stunde lang grausam
gequält. Das Opfer erlitt laut einem Gutachten 34 Verletzungen. Die
rechten Schläger wurden am 22. Mai 2006 vom Amtsgericht Schönebeck zu
Jugendstrafen von dreieinhalb und zwei Jahren verurteilt, zwei Täter
erhielten Bewährungsstrafen.












































