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Harz-Klinikum Wernigerode

Polizei geht von Brandstiftung aus

Selbstentzündung oder Fahrlässigkeit werden ausgeschlossen

erstellt 23.12.08, 17:13h
WERNIGERODE/DPA. Das Feuer im Harz-Klinikum Wernigerode wurde vermutlich vorsätzlich gelegt. Wie ein Sprecher des Polizeireviers Halberstadt am Dienstag sagte, hat die Auswertung der Spuren ergeben, dass weder Selbstentzündung noch fahrlässige Brandstiftung, etwa durch eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, infrage kommen. Der Brandherd befinde sich inmitten eines Lagerplatzes für Wäsche-Container unter einem Operationsbereich. Über 150 Einsatzkräfte waren nötig, um den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, die in der Zeit von Sonnabend 23.30 Uhr bis Sonntag 0.40 Uhr auf dem Gelände des Harz-Klinikums etwas beobachtet haben. Insbesondere interessiert die Ermittler, ob eine oder zwei Personen auf dem Gelände gesehen worden sind. Auch Fahrzeugführer, die auf der Ilsenburger Straße unterwegs waren, könnten laut Polizeiangaben etwas gesehen haben.

Das Feuer, bei dem ein Schaden in Millionenhöhe entstand, war am frühen Sonntagmorgen in einem Container ausgebrochen und hatte danach auf das Haus und den Dachstuhl übergegriffen. Verletzt wurde niemand. Rettungskräfte und das Personal des Krankenhauses brachten mehr als 20 Patienten in Sicherheit. Vier Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser transportiert, die anderen werden seither auf anderen Stationen des Harz-Klinikums betreut. Beschädigt wurden OP-Räume, Teile der Intensivstation und der Fassade. Feuerwehr und Polizei hatten die Schadenshöhe am Wochenende auf sieben Millionen Euro geschätzt. Laut Klinik-Leitung sei der Schaden jedoch niedriger gewesen.


    
    
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