Öffentliche Anerkennung für Bündnis gegen Rechts
Bernburger Initiative wird mit Preis in einem bundesweiten Wettbewerb ausgezeichnet
VON LARS GEIPEL, 12.03.09, 20:39h, aktualisiert 12.03.09, 21:46h

Der Bundestagsabgeordnete Jens Ackermann (l.) übergibt Vertretern des Bündnisses die Urkunde. (FOTO: PÜLICHER)
BERNBURG/MZ. Das "Bündnis für Demokratie und Toleranz - gegen Rechtsextremismus und Gewalt" ist Donnerstagnachmittag im Bernburger Rathaus im Rahmen einer Feierstunde mit einem Preis im bundesweiten Wettbewerb "Aktiv für Demokratie und Toleranz" ausgezeichnet worden. Roland Wiermann, einer der Sprecher des Bündnisses, nahm stellvertretend für die über 100 Mitglieder die Ehrenurkunde entgegen. Zudem dürfen sich das Bündnis und deren Mitstreiter über ein Preisgeld in Höhe von 4 000 Euro freuen.
Das Bernburger Projekt ist eines von fünf aus Sachsen-Anhalt und insgesamt 53 aus ganz Deutschland, die im Wettbewerb 2008 des von den Bundesministerien des Innern und der Justiz im Jahr 2000 gegründeten bundesweiten "Bündnisses für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus und Gewalt (BfDT)" für "vorbildliches, nachahmenswertes zivilgesellschaftliches Engagement" für Demokratie und Toleranz als Preisträger ausgewählt worden.
Jens Ackermann (FDP), Mitglied des Bundestages und des Beirates des BfDT, begründete die Auszeichnung mit den "beieindruckend pfiffigen Ideen, mit denen das Bündnis den Rechtsextremismus in Bernburg bekämpft". So organisierte die Vereinigung im vergangenen Jahr Demonstrationen gegen die NPD, deren Jugendorganisation JN und einen rechten Szeneladen unter dem Motto "Das Fass ist voll" sowie "Bunte Weihnachten" und einen "Kick gegen Rechts".
Bündnis-Sprecher Roland Wiermann dankte für die öffentliche Anerkennung der geleisteten ehrenamtlichen Arbeit: "Allen Mitgliedern gebührt dieser Preis", so Wiermann weiter. Es sei wichtig und motivierend, ideelle und finanzielle Unterstützung zu bekommen. Mit dem Preisgeld soll zum Beispiel das riesige Banner "Kein Platz für Nazis - nirgendwo", das derzeit am Rathaus hängt, endgültig finanziert werden. Zudem plant das Bündnis noch in diesem Jahr neue Aktionen, um auf die rechtsextreme Gefahr in Bernburg hinzuweisen.
Die Veranstaltung war von der Stadt Bernburg organisiert worden. Unter den zahlreichen Gästen war neben Vertretern der ausgezeichneten Projekte und Initiativen auch der Geschäftsführer des bundesweiten Bündnisses für Demokratie und Toleranz, Gregor Rosenthal, sowie Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Hövelmann (SPD). In seinem Grußwort betonte Hövelmann, dass alle Projekte und Initiativen gegen Rechts "eine echte Bereicherung für unsere Gesellschaft darstellen".




























