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Hunderte Menschen demonstrieren in Gera gegen Rechts

Bürgerbündnis hatte zu den Aktionen aufgerufen - 700 NPD-Anhänger in der Stadt

erstellt 19.07.08, 15:50h, aktualisiert 20.07.08, 16:19h
Gera/dpa. Etwa 1000 Menschen haben am Samstag in Gera mit mehreren Aktionen friedlich gegen eine zeitgleiche Veranstaltung der rechtsextremen NPD protestiert. Diese Rechten seien Gäste, die die Stadt nicht haben wolle, sagte Oberbürgermeister Norbert Vornehm (SPD) bei einer Kundgebung. Er sprach sich für ein NPD-Verbot als Teil einer Strategie gegen den Rechtsextremismus aus. Mit «Nazis raus»-Sprechchören zog danach ein Demonstrationszug von etwa 300 Leuten durch die Innenstadt, teilte die Polizei mit.

Die Aktion «Gera - bunt, tolerant, weltoffen. Kein Platz für Nazis» hatte zuvor mit einem Friedensgebet in der Trinitatiskirche begonnen. Der sogenannte Runde Tisch für Toleranz und Menschlichkeit, gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit hatte dazu aufgerufen. Mit einem bunten Straßenfest ging die Aktion am Abend zu Ende.

Zur NPD-Veranstaltung kamen nach Angaben der Polizei etwa 700 Rechte. Zwei Teilnehmer wurde bei Kontrollen verhaftet und in die Vollzugsanstalt Gera eingeliefert. Beide waren mit Haftbefehl gesucht. Zudem gab es Anzeigen wegen Widerstands gegen Beamte und des Tragens verfassungswidriger Kennzeichen sowie 28 Platzverweise. Auf der Seite der Gegendemonstranten wurden neun Platzverweise ausgesprochen.


    
    
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