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Ferropolis bekommt Festival gegen Rechts

«Love Music Hate Fascism»: Mia und «Virgina Jetzt» sind mit dabei

VON Oliver Schröter, 28.07.08, 19:09h, aktualisiert 28.07.08, 20:00h
«Mia»
Unter anderem lassen die Berliner Elektro-Pop-Größen «Mia» die Open Air-Saison in Ferropolis ausklingen. (MZ-Foto: O. Schröter)
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Dessau/Gräfenhainichen/MZ. Die Stadt aus Eisen, Ferropolis, bekommt ein neues Festival. Das "Love Music Hate Fascism", organisiert von einem regionalen Aktionsbündnis, will am 26. September gute Musik auf die Halbinsel bringen, außerdem ist es als klares Statement gegen Rechtsextremismus konzipiert und soll die Auseinandersetzung mit diesem Thema bei jungen Menschen befördern.

Erfolgreiche Arbeit

Lange wurde hinter den Kulissen gearbeitet, um nicht nur ein engagiertes, sondern auch hochkarätig besetztes Festival auf die Beine zu stellen. Jetzt stehen die ersten Bands fest - und die lassen aufhorchen. Die Berliner Elektro-Pop-Größen "Mia" lassen die Open-Air-Saison in Ferropolis ausklingen. Die Band mit der charismatischen Frontfrau Mieze hat ihre Live-Qualität schon mehrfach in der Baggerstadt unter Beweis gestellt. Auch die Indie-Pop-Band "Virginia jetzt!" reist aus der Hauptstadt an.

Als Lokalmatadoren sind die Leipziger Ska-Legenden "Die Tornados" am Start. Ganz bewusst. "Rechte Gewalt tritt immer wieder auf. Unserer Meinung nach darf das auf keinen Fall ignoriert oder heruntergespielt werden", sagt Tornados-Trompeter Thomas Fritzsche. Die Probleme müssten immer wieder aufs Neue in die Erinnerung der breiten Öffentlichkeit gebracht werden.

Mit weiteren Künstlern sei man noch im Gespräch, versichert Jörg Folta, Vorstandsmitglied des "Fördervereins Junger Musiker / Beatclub" aus Dessau. Der Verein hat die Federführung bei der Organisation übernommen und koordiniert die gemeinsame Veranstaltung des Aktionsbündnisses. Mitglieder sind unter anderem die Dessauer Vereine "Von der Rolle" und das "Alternative Jugendzentrum", die Gräfenhainicher "Makonde", der Wittenberger Jugendkulturverein "Backstage", Vertreter von Ferropolis sowie die Arbeitsgemeinschaft Tonvergnügen der Hochschule Anhalt.

Die Jugendlichen sollen ganz bewusst in die Vorbereitung des Festivals einbezogen werden. Der Ausbau des zivilgesellschaftlichen Engagements unter jungen Menschen sei ein wichtiges Ziel der Veranstaltung. Denn, so Folta, der Weg sei das Ziel bei diesem vom Lokalen Aktionsplan Dessau-Roßlau geförderten Projekt. Und so soll das Festival "Love Music Hate Fascism" auch mehr als ein reines Musikfestival werden.

Niedriger Eintritt

Zwischen den Auftritten der Bands werden Interviews stattfinden und Kurzfilmbeiträge präsentiert. Es gibt ein Rahmenprogramm mit Skateboard- und BMX-Action. "Der Eintrittspreis wird sehr klein ausfallen", verspricht Folta. "Möglichst viele sollen die Möglichkeit haben, das Festival zu besuchen."


    
    
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