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Wild West auf historischer Burg

22. Countryfest in Roßlau mit viel Musik, Linedance-Workshop und echten «Ami-Schlitten»

VON Ulrike Wohlfahrt, 13.07.08, 19:34h, aktualisiert 13.07.08, 20:27h
Burghof
Viele Live-Bands sorgten im Burghof für gute Stimmung und lockten die Besucher auf die Tanzfläche. (MZ-Foto: L. Sebastian)
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Roßlau/MZ. An diesem Wochenende stand die historische Wasserburg ganz im Zeichen amerikanischer Tradition. Veranstalter Uwe Nuß hatte für die Besucher die Welt des Wilden Westens an die Elbe geholt und lud zum nunmehr 22. Countryfest. Wobei Nuß selbst erst seit 1990 Organisator ist.

Am Freitag ab 19 Uhr konnten die Gäste beim Scheunenfest der Musik der "Country Road Boys" lauschen. Dies ließen sich die meisten nicht zweimal sagen und schwangen fleißig das Tanzbein. Dieser Auftakt war ein voller Erfolg. Das sollte dann auch am Samstag ab 13 Uhr seine Wiederholung finden. Zu sehen gab es einiges. Besonderer Beliebtheit erfreute sich beispielsweise der Linedance-Workshop mit einem Schnupperkurs. Diesen

traditionsreichen Tanz sollte jeder Countrybegeisterte beherrschen. So fanden auch Anfänger schnell Spaß daran und die Fortgeschrittenen erhielten die Möglichkeit, ihr Repertoire zu erweitern und eine neue Choreographie zu erlernen.

Ein Westerncasino in der Scheune der Burg lockte die Besucher ebenfalls an. Bei Black Jack und Roulette versuchten viele ihr Glück, immerhin gab es einen Tag mit einer Stretchlimousine zu gewinnen.

Eine Vielzahl von Ständen lud zum Gucken und vor allem zum Kaufen ein, denn man bekam alles, was man als richtiger Countryfan benötigt. Von Kleidung bis Schmuck - die Auswahl war riesig. Auch die Schießbude von Andreas Helmmich, der zum ersten Mal bei dieser Veranstaltung war, lockte viele Besucher an. Hier konnte jeder zeigen, wie zielsicher er ist und, ob er oder sie das Zeug zum richtigen Cowboy bzw. Cowgirl hat.

Für das leibliche Wohl sorgte Uwe Nuß mit einem waschechten Wild West Catering und einer Whiskybar. Erstmals waren in diesem Jahr auch die "richtigen" Autos dabei - das "Autoland Roßlau" zeigte den Besuchern zahlreiche Showcars. Von "Dodge" bis "Chrysler" zogen viele amerikanische Schlitten die Blicke auf sich.

Der Open-Air-Samstag wurde von Livebands wie "Take it Easy", "Kati Grant" oder auch "Mike Strauss und Pick up" gestaltet und dies fand großen Anklang beim Publikum. Die Besucher hielt es nicht lange auf den Bänken und schon bald bevölkerten viele gut gelaunte Tänzer die Tanzfläche. "Die Resonanz war in diesem Jahr größer als 2007", sagt Uwe Nuß. Sylvia und Fred Hölzner, die Kleidung und Westernaccessoires anboten, waren begeistert von der guten Stimmung und der familiären Atmosphäre, obwohl sie deutlich mehr Gäste erwartetet hatten. Auch Peter Held war von der Stimmung und der Atmosphäre angetan. Er war zum zweiten Mal zu diesem Fest auf die Wasserburg gekommen. "Ein paar Leute mehr wären schön", schaut er in die Runde. Dennoch sei das Roßlauer Fest "in Ordnung".

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt also trotz zufriedener Besucher: Alle Beteiligten wünschen sich für 2009 noch mehr Countryfans in Roßlau. Ob es am Eintritt von acht Euro lag, ist schwer zu sagen, denn immerhin waren Jetons für das Casino im Preis inbegriffen. Fakt ist, dass das Fest zum stundenlangen Tanzen, Mitsingen und Feiern in netter Gesellschaft einlud.

"Das Countryfieber packt jeden, der sich auf die Stimmung und die Menschen einlässt", davon sind Sylvia und Fred Hölzner überzeug. Die beiden Lehrer lassen hier ihren Alltag hinter sich, um in die Rolle des Cowboys und Cowgirls zu schlüpfen. Vielleicht tauchen im nächsten Jahr noch mehr Dessau- Roßlauer in die Welt des Wilden Westens ein.


    
    
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