Extremismus
Kranker Schöffe lässt Prozess platzen
Fünf Rechte müssen sich wegen Überfalls auf eine Geburtstagsparty verantworten
erstellt 20.03.08, 12:03h, aktualisiert 20.03.08, 16:10h
Burg/Stendal/dpa. Der Prozess gegen fünf mutmaßliche Rechtsextreme wegen eines brutalen Überfalls auf eine Geburtstagsparty in Gerwisch (Jerichower Land) muss neu aufgerollt
werden. Der am Amtsgericht Burg für diesen Donnerstag geplante fünfte
Verhandlungstermin fiel wegen der Erkrankung eines Schöffen aus, wie
ein Sprecher des Landgerichts Stendal sagte. Ein rechtzeitiger
Ersatztermin konnte wegen der großen Anzahl der Prozessbeteiligten
nicht gefunden werden. Die gesetzlich vorgegebene Frist von drei
Wochen zwischen zwei Verhandlungsterminen ist damit verstrichen.
Die fünf Männer im Alter von 18 bis 29 Jahren sollen im Oktober
2006 gemeinsam mit mehreren Vermummten die Feiernden überfallen und
mehrere Gäste verletzt haben. Die Opfer werden der alternativen Szene
zugeordnet. Die fünf Angeklagten müssen sich unter anderem wegen
gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch verantworten.
Einer von ihnen hatte sich zum Prozessauftakt der rechten Szene
zugeordnet, die anderen hatten eine rechte Gesinnung bestritten.
Der Prozess soll am 3. April neu beginnen, sagte der Sprecher.
Neben zwei neuen Schöffen seien zwei Ersatzschöffen ausgelost worden,
um ein weiteres Platzen zu verhindern. Das Gericht hat fünf Termine
bis Mitte Juni festgelegt.



































