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Archäologie

Kriminalfall um den «Tatort Himmelsscheibe»

erstellt 05.03.08, 08:44h
Nachbildung der «Himmelsscheibe von Nebra»
Eine überdimensionale Nachbildung der «Himmelsscheibe von Nebra» auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) in Berlin. (Foto: dpa)
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Halle/dpa. Die 3600 Jahre alte Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste konkrete Sternenabbildung der Welt und als ein archäologischer Sensationsfund: Jetzt dokumentiert ein Buch die spannende Geschichte um die Wiederentdeckung und Sicherstellung des einmaligen Bronzeschatzes um die Jahrtausendwende. «Tatort Himmelsscheibe» lautet der Titel des gut 200 Seiten umfassenden Buchs von Thomas Schöne. Sachsen-Anhalts Landesarchäologe Harald Meller, der maßgeblichen Anteil an der Sicherstellung und wissenschaftlichen Untersuchung der Scheibe hat, schrieb ein Vorwort.

Seinen Anfang nahm der spannende Kriminalfall um die Himmelsscheibe am 4. Juli 1999, als zwei Raubgräber auf dem Mittelberg bei Nebra (Burgenlandkreis) den Fund ihres Lebens machten. Am 23. Februar 2002 stellten Polizisten und Meller den Schatz bei einer fingierten Verkaufsaktion in einem Hotel in Basel (Schweiz) sicher - zwei Hehler wollten sie illegal veräußern. Später beschäftigten sich diverse Gerichte mit dem Fall, mehrere Raubgräber und Hehler der Scheibe wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt.

Buchautor Thomas Schöne (50), der als freier Journalist auch für die Deutsche Presse-Agentur dpa seit mehreren Jahren über die Himmelsscheibe berichtet, begeistert sich seit seiner Jugend für Archäologie. Jahrelang verfolgte er die Entwicklungen rund um die Himmelsscheibe und kann nun erstmals vollständig die Geschichte der Rettung des Schatzes erzählen.

(Thomas Schöne, Tatort Himmelsscheibe - Eine Geschichte mit Raubgräbern, Hehlern und Gelehrten, Mitteldeutscher Verlag Halle, 205 Seiten, 16,00 Euro, ISBN-13: 987-3-89812-532-1)

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