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Doppelstadt will «Bunt statt Braun»

Initiativen und Vereine wehren sich gegen NPD-Demonstration

erstellt 04.03.08, 20:27h, aktualisiert 04.03.08, 20:30h
Dessau/MZ/age. Unter dem Motto "Bunt statt Braun" hat das Dessau-Roßlauer Bündnis gegen Rechtsextremismus für Sonnabend zu einer Kundgebung und einem anschließenden "Weg der Erinnerung und Mahnung" aufgerufen. Das Bündnis reagiert damit auf einen von der rechtsextremen NPD geplanten Aufmarsch in Dessau-Roßlau anlässlich der Zerstörung der Stadt Dessau am 7. März 1945.

Nach Angaben des Bündnisses ist in den letzten Monaten in Dessau-Roßlau eine "Revitalisierung des organisiert verfassten Rechtsextremismus" zu verzeichnen. Dem wolle man entgegentreten. "Wir wollen, dass unsere Stadt humanistisch, demokratisch und weltoffen ist und bleibt", heißt es u. a. in dem Aufruf an die Dessau-Roßlauer.

Der Platz für die geplante Kundgebung vor dem Anhaltischen Theater ist mit Bedacht gewählt: "Es ist ureigenste Angelegenheit einer Kultureinrichtung, sich für Demokratie und Toleranz einzusetzen", sagte Joachim Landgraf, Verwaltungsdirektor des Anhaltischen Theaters, und hofft, dass viele Dessauer und Roßlauer dem Aufruf folgen werden.

Dem Aufruf schloss sich die Anhaltische Landeskirche an, die zu den Gottesdiensten in Dessau und Roßlau bis zum Sonnabend ihre Kirchenglieder zur Kundgebung bitten wird: "Mit unsagbarem Leid und schwersten Verlusten bezahlten auch die Stadt Dessau und ihre Bewohner wie unzählige andere Städte und Dörfer im damaligen Deutschland den Irrweg, der durch die Machtergreifung Adolf Hitlers und der NSDAP ab 1933 eingeschlagen wurde. Alle demokratischen Kräfte sind aufgerufen, sich an einer Antinazikundgebung zu beteiligen", heißt es u. a. in der Kanzelabkündigung.


    
    
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