Kriminalität
Länderübergreifende Razzia wegen rechtsextremer CDs
In Sachsen werden Tonträger und Propagandamaterialien beschlagnahmt
erstellt 16.01.08, 19:03h, aktualisiert 16.01.08, 19:09h
Dresden/Berlin/ddp. Bei einer länderübergreifenden Razzia sind
am Mittwochmorgen in Sachsen Tonträger und Propagandamaterialien mit
rechtsextremen Inhalten beschlagnahmt worden. Nach Angaben des
Landeskriminalamtes durchsuchten knapp drei Dutzend Beamte acht
Firmensitze und Wohnungen in allen drei Regierungsbezirken. Dabei
seien 119 CDs sichergestellt worden, deren Inhalte als
volksverhetzend eingestuft werden, darunter allein 50 Exemplare mit
dem Titel «Gift für die Ohren 2».
Zudem wurden 32 Zeitschriften gefunden, in denen der Staat
verunglimpft werde, hieß es weiter. Der Razzia voraus gingen
Ermittlungen von Berliner Sicherheitsbehörden sowie
Durchsuchungsbeschlüsse, die nach zusätzlichen Internet-Recherchen
des LKA eingeleitet worden waren. Diese richteten sich den Angaben
zufolge gegen Inhaber in Sachsen ansässiger Versandfirmen. Betraut
mit den Fällen seien nun die Staatsanwaltschaften in Görlitz,
Dresden, Leipzig und Chemnitz.
Nach Angaben der Berliner Staatsanwaltschaft wurden zudem in
Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg
weitere neun Objekte durchsucht. Allein bei dem aus Berlin stammenden
34-jährigen Hauptbeschuldigten seien 800 Exemplare der «Gift»-CD
sichergestellt worden, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde,
Michael Grundwald, auf ddp-Anfrage. Nach seinen Angaben leugnen die
rechtsextremen Bands «X.x.X.» und «Burn Down» auf ihrem Tonträger den
Völkermord der Nationalsozialisten.



































