Sachsen-Anhalt
«Wir haben keine Statistik beschönigt»
Ministerium: Andere Erfassung rechter Straftaten nicht angewiesen
erstellt 04.12.07, 23:08h, aktualisiert 11.02.08, 23:10h
Magdeburg/dpa. Sachsen-Anhalts Innenministerium hat den Vorwurf
zurückgewiesen, das Landeskriminalamt (LKA) zu Änderungen an der
Statistik für politische Kriminalität angehalten zu haben. «Wir
lassen uns nicht anhängen, dass wir Erfolge im Kampf gegen den
Rechtsextremismus durch Beschönigen oder Frisieren von Statistiken
herbeiführen», sagte Innenstaatssekretär Rüdiger Erben (SPD) am
Dienstag in Magdeburg. Entsprechende Medienberichte seien völlig
haltlos.
Das LKA hatte in diesem Jahr damit begonnen, rechte Straftaten,
deren Täter nicht bekannt sind, in der Statistik als politisch
uneindeutig einzuordnen. Dazu zählten laut Ministerium
Hakenkreuzschmierereien oder Sieg-Heil-Rufe. Die Zahl der in der
offiziellen Statistik erfassten rechtsextremen Taten sank dadurch
stark. LKA-Direktor Frank Hüttemann war wegen des Vorgangs in der
vergangenen Woche zurückgetreten. Laut Erben überprüft das
Ministerium jetzt die rund 200 Fälle, die in der Statistik als nicht
zuordenbar erfasst sind, aber möglicherweise einen rechtsextremen
Hintergrund haben. Die Jahresstatistik 2007 werde die korrigierten
Daten enthalten.




































