Sachsen
Mobile Einheiten gegen rechte Straftäter
Fahndungsgruppen werden wieder eingeführt - Polizeipräsident: «Einsatz ab Dezember»
erstellt 27.11.07, 08:58h, aktualisiert 27.11.07, 08:59h

Bei einer Kundgebung in Berlin trägt ein Mann einen Sticker mit der Aufschrift «Stark gegen Rechts.» In Sachsen sollen mobile Einheiten gegen rechte Gruppierungen eingesetzt werden. (Foto: dpa)
Dresden/ddp. Im Kampf gegen rechte Gewalttäter will der
Freistaat Sachsen jetzt erneut auf die vor einigen Jahren
abgeschafften mobilen Fahndungsgruppen zurückgreifen. Das kündigte
Landespolizeipräsident Bernd Merbitz in der «Sächsischen Zeitung»
(Dienstagausgabe) an. Merbitz sagte dem Blatt, spätestens Anfang
Dezember sollten in allen drei sächsischen Regierungsbezirken wieder
mobile Einheiten unterwegs sein, um an Orten, wo sich rechte Täter zu
Straftaten verabreden und versammeln, mit Polizeikräften präsent zu
sein.
In dem Zusammenhang habe er auch angewiesen, dass die Soko Rex
weiter gezielt gegen rechte Straftäter vorgehen soll. Gleichzeitig
bemühe man sich dafür um eine personelle Aufstockung. Merbitz lobte
ausdrücklich den Mut einer 17-Jährigen, die sich kürzlich in
Mittweida nach ihren Angaben gegen Rechte stellte, die ein Kind
angegriffen hatten und ihr dabei ein Hakenkreuz in die Haut geritzt
haben sollen. Merbitz sagte, nach gegenwärtigem Stand der
Ermittlungen glaube er den Aussagen der jungen Frau und des
betroffenen Kindes. Er rief die Bürger zu mehr Zivilcourage auf.



































