Basketball gegen Rechts
Aktion von Kreissportbund und «Sixers»
VON Sylvia Czajka, 20.11.07, 17:55h, aktualisiert 20.11.07, 18:04h

Vollblutbasketballer Brandon James und Elton Coffield aus Amerika, die bei den «Sixers» ihre Körbe werfen, zeigen den Schülern ihr Spiel. (MZ-Foto: Heiko Rebsch)
Köthen/MZ. Mit erhobenen Häuptern legten die Schüler der Ganztagsschule an der Rüsternbreite am Dienstag auf dem Hallenparkett los. Den Grund für die untypische Kopfhaltung gaben ihnen ihre Gäste. Daniel Montag (Deutschland) hat eine stattliche Größe von 2,03 Meter, bei Brandon James zeigt das Maßband 2,01 Meter an und Elton Coffield (beide Amerika) ist 1,93 Meter in die Höhe geschossen.
Die großen Jungs sind Teil der "Sixers". Die Basketballgemeinschaft Bitterfeld-Sandersdorf-Wolfen, die in der 2. Regionalliga ungeschlagen die Spitze der Tabelle anführt, hat gemeinsam mit dem Kreissportbund Anhalt-Bitterfeld ein Projekt ins Leben gerufen, das sich "Sport against force" (Sport gegen Gewalt) nennt. Wie Bernd Spiesbach im MZ-Gespräch informiert, gehen die Basketballspieler auf Tour durch die Schulen des neuen Landkreises. Neben dem Sport stehen auch persönliche Gespräche mit den Spielern in englischer Sprache im Mittelpunkt. Auch Werte wie Disziplin, Toleranz und Teamgeist sollen nahe gebracht werden.
Und es ist auch eine Aktion, so der Mann vom Kreissportbund, die ein Zeichen gegen Rechts setzen soll. Der 2,03-Meter-Mann Daniel Montag, derzeit mit einem Innenbandriss gehandicapt, nennt die Resonanz am Projekt "bombastisch". Jeden Tag seien die Spieler unterwegs, um mit Kindern und Jugendlichen gemeinsam Sport zu treiben und mit ihnen über Themen wie Gewalt, Sucht und Drogen zu diskutieren.
"Super Aktion", meint Schulsprecherin Jessica Zander. Neben der Auffrischung der Englischkenntnisse findet sie es wichtig, über Themen wie rechte Gewalt zu sprechen. Auch Lukas Guse und Lars Angermann sind begeistert, amerikanische Basketballspieler mal hautnah zu erleben. Um zu sehen, "was die so drauf haben".
Auch Schulleiterin Marion Kahle zeigte sich von der Aktion begeistert. Das Kennenlernen hilft, Schranken abzubauen, Berührungsängste zu nehmen. "Ich habe festgestellt, dass die Jugendlichen voll bei der Sache sind und auch ihr Englisch in den Gesprächen mit den amerikanischen Spielern gleich anwenden konnten", berichtet Frau Kahle. Am Ende des Besuches gab's noch eine Überraschung. Die Ganztagsschule Köthen konnte sich über eines Basketball freuen, auf dem alle Spieler der "Sixers" unterschrieben haben. Der Ball wird einen besonderen Platz in der Einrichtung erhalten, verspricht Schulleiterin Marion Kahle.





















