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Sachsen-Anhalt

Vier Männer nach Überfall auf Schauspieler vor Gericht

Sieben Männer sind Nebenkläger - Empörung über Umgang der Polizei mit Rechtsextremen

erstellt 09.10.07, 09:59h, aktualisiert 09.10.07, 14:25h
Der Angeklagte Christian W. (r.)
Der Angeklagte Christian W. (r.) wird im Landgericht in Magdeburg zur Anklagebank geführt. Wegen des rechtsextremistischen Überfalls auf eine Theatergruppe in Halberstadt vor vier Monaten müssen sich vier Männer in Magdeburg vor Gericht verantworten. (Foto: dpa)
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Magdeburg/ddp. Genau vier Monate nach dem brutalen Überfall auf eine Gruppe Schauspieler in Halberstadt hat am Dienstag vor dem Amtsgericht Halberstadt der Prozess gegen vier Neonazis begonnen. Die vier Männer im Alter von 22 bis 29 Jahren müssen sich wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung verantworten. Sieben Opfer des Überfalls treten als Nebenkläger auf. Das Amtsgericht hat bis Ende Januar 2008 insgesamt 16 Verhandlungstage angesetzt. Die Verhandlung findet aus Platzgründen im Landgericht Magdeburg statt.

Ort des Überfalls in Halberstadt
Ein Passant geht vor dem alten Klubhaus in Halberstadt an der Stelle vorbei, an der in der Nacht zum 9. Juni 2007 eine Gruppe Schauspieler von rechtsextremen Schlägern angegriffen und einige von ihnen zum Teil schwer verletzt wurden. (Foto: ddp)
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Den vier Männern wird laut Anklage vorgeworfen, am 9. Juni in Halberstadt eine Gruppe von 14 Schauspielern und Tänzern des Nordharzer Städtebundtheaters überfallen und fünf von ihnen zum Teil schwer verletzt zu haben. Der Fall hatte zusätzlich für Empörung gesorgt, weil die Polizei einen stadtbekannten und einschlägig vorbestraften Neonazi, der am Tatort von Opfern wiedererkannt worden war, zunächst hatte laufen lassen. Er gehört zu den vier Angeklagten, die sich in Untersuchungshaft befinden.

Der gesetzliche Strafrahmen reicht bei gefährlicher Körperverletzung von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Das Amtsgericht kann höchstens eine Freiheitsstrafe von vier Jahren verhängen.


    
    
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