Lokalausgaben SaaleKurier - Halle/Saalekreis AnhaltKurier - Dessau-Roßlau Ascherslebener Zeitung Bernburger Kurier Bitterfelder Zeitung ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen Köthener Zeitung Mansfelder Zeitung - Eisleben, Hettstedt Neuer Landbote - Merseburg, Querfurt Quedlinburger Harz Bote Sangerhäuser Zeitung Weißenfelser Zeitung - Weißenfels, Hohenmölsen Zeitzer Zeitung Naumburger Tageblatt
Lokalausgaben

Seien Sie live dabei! Plus: Alle wichtigen Fußball-Tabellen!

Verpassen Sie keine Entscheidung in der 1. und 2. Bundesliga, der 3. Liga, im DFB-Pokal, der Champions League, der Europa League und in der Formel 1.
mz-web.de
RSS    |    Bildschirmschoner    |    mz-web.de mobil
Schriftgröße kleinSchriftgröße mittelSchriftgröße groß
Topthemen
Immunschwächekrankheit

Ist alle Aids-Aufklärung umsonst?

Robert-Koch-Institut: HIV-Neuinfektionen sind erneut angestiegen

erstellt 08.10.07, 14:20h, aktualisiert 08.10.07, 14:21h
Plakat «Gib Aids keine Chance»
Alle Aufklärung umsonst? Die Zahl der HIV-Infizierten hat in Deutschland spürbar zugenommen. (Foto: dpa)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
Berlin/dpa. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2006 haben sich in Deutschland erneut mehr Menschen mit dem Aidsvirus angesteckt. Nach Angaben des Berliner Robert-Koch-Instituts (RKI) gab es zwischen Januar und Juli diesen Jahres 1334 gemeldete HIV-Neuinfektionen. Das waren neun Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2006. Damals wurden 1224 neue Fälle registriert. Im Vergleich mit dem zweiten Halbjahr 2006, als 1414 Fälle gemeldet wurden, ist die Zahl der Neuansteckungen leicht gesunken, teilte das RKI am Montag mit. Insgesamt blieben die Neuinfektions-Zahlen für Deutschland aber auf einem hohen Niveau.

Mit dem Aidsvirus stecken sich nach wie vor allem homosexuelle Männer an. Bei ihnen wuchs die Zahl der Neudiagnosen weiter an. Auch von der zweiten Jahreshälfte 2006 bis zum Juli 2007 verzeichnete das RKI hier einen Anstieg um fünf Prozent. Von Januar bis Juli wurden aber auch 16 HIV-Infektionen bei Kindern und Neugeborenen diagnostiziert. Sie steckten sie über ihre Mütter an. In zehn Fällen war den Frauen während der Schwangerschaft kein HIV-Test angeboten worden. Seit September 2007 sollen Frauenärzte HIV-Tests im Rahmen der Schwangerschaftsvorsorge generell empfehlen.

«Wir müssen die Entwicklung sorgfältig beobachten, auch die Präventionsbemühungen müssen auf hohem Niveau gehalten werden», sagte RKI-Präsident Reinhard Kurth zu den neuen HIV-Zahlen. Aufklärung und Vorbeugung sollen künftig noch genauer auf Zielgruppen zugeschnitten werden - insbesondere auf Männer, die Sex mit Männern haben.

Die Meldungen über HIV-Neudiagnosen erlauben laut RKI keinen direkten Rückschluss auf den Infektionszeitpunkt. Eine HIV-Infektion und ein Aids-Test könnten zeitlich weit auseinander liegen.


    
    
Anzeige
TOP
Print- und Online-Impressum | Datenschutzerklärung | Haftungsausschluss