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Extremismus

Berufung gegen Urteil wegen Volksverhetzung eingelegt

Neuer Prozess um Verbrennung von Anne-Frank-Buch beginnt im Oktober

erstellt 19.09.07, 13:08h
Ortsgemeinschaftshaus in Pretzien (Salzlandkreis)
Blick auf das Ortsgemeinschaftshaus von Pretzien im Salzlandkreis. Während einer Sonnenwendfeier am 24. Juni 2006 war hier eine Ausgabe des Tagebuchs der Anne Frank verbrannt worden. (Foto: dpa)
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Pretzien/Magdeburg/ddp. Die Verbrennung eines Anne-Frank-Tagebuchs in Pretzien bei Magdeburg wird vor Gericht neu verhandelt. Das Berufungsverfahren vor dem Landgericht Magdeburg beginnt am 22. Oktober, wie ein Gerichtssprecher am Mittwoch mitteilte. Insgesamt seien fünf Verhandlungstage vorgesehen.

Das Amtsgericht Schönebeck hatte Anfang März fünf Männer im Alter von 24 bis 29 Jahren wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener zu Bewährungsstrafen von jeweils neun Monaten sowie zu Geldstrafen verurteilt. In der Begründung hieß es, sie hätten die Verbrennung des «Tagebuchs der Anne Frank» bei einem Dorffest im Juni 2006 in Pretzien gemeinschaftlich geplant und so den Holocaust öffentlich gebilligt. Zwei Angeklagte wurden freigesprochen.

Nachdem zunächst alle fünf Verurteilten Berufung eingelegt hätten, habe einer der Verurteilten seine Berufung zurückgenommen, so dass nur noch gegen vier Männer verhandelt werde, hieß es. In dem Prozess werde der gesamte Vorfall neu aufgerollt und verhandelt. Die Kammer hat nach eigenen Angaben 14 Zeugen geladen.


    
    
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