Studie zu Extremismus
Jeder Achte würde sein Kreuz bei Rechtsradikalen setzen
Marginale Unterschiede zwischen West und Ost - Mehr Zulauf durch Männer
erstellt 19.09.07, 08:22h, aktualisiert 19.09.07, 22:17h

Ein Neonazi schwenkt in Hamburg bei einem NPD-Aufmarsch eine Fahne. (Foto: ddp)
Hamburg/dpa. Jeder achte Deutsche kann sich vorstellen, eine
rechtsradikale Partei zu wählen. Nach einer Analyse des Forsa-Institutes für den «Stern» sind 2 Prozent der Deutschen Stammwähler
von NPD oder DVU. 4 Prozent können sich die Wahl einer solchen Partei
vorstellen. Zusätzlich zu diesem engeren Wählerpotenzial der
Rechtsradikalen kämen 7 Prozent, die sich eine derartige Wahl
«vielleicht vorstellen» können, meldete das Hamburger Magazin am
Mittwoch. Das ergibt zusammen 13 Prozent. Die Unterschiede zwischen West und Ost seien dabei nur marginal.
Bundesweit können sich der Analyse zufolge 14 Prozent der Männer
vorstellen, ihr Kreuz bei den Rechtsradikalen zu machen. Bei den
Frauen seien es 10 Prozent. Je geringer die Schulbildung, desto
anfälliger seien die Wähler für Rechts-Parteien: Bei den 18- bis 29-Jährigen mit einfacher Schulbildung seien es 29 Prozent, in der
gleichen Altersgruppe mit Abitur oder Studium nur 6 Prozent. Die
Älteren stünden den radikalen Rechten skeptisch gegenüber: Selbst bei
den über 60-Jährigen mit niedriger Bildung würden maximal 8, bei den
Gebildeten bis zu 4 Prozent rechtsextrem wählen.
Forsa hatte im Auftrag des «Stern» im August und September 3773
repräsentativ ausgewählte Bundesbürger befragt (Statistische
Fehlertoleranz: +/- 2,5).












































