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Zeitzeuge spricht von KZ-Haft

Auschwitz-Ausstellung «Gegen das Vergessen» eröffnet - Gespräch mit Überlebendem

VON Julia Klabuhn, 27.09.07, 20:26h, aktualisiert 27.09.07, 20:40h
Hendryk Mandelbaum (links)
Hendryk Mandelbaum (links) schildert im Kolping Berufsbildungswerk Hettstedt eindringlich die Schrecken, die er im Konzentrationslager Auschwitz (Oswiecim) erlebt hat. Zur Ausstellungseröffnung reiste auch Janusz Marszalek, Stadtpräsident von Oswiecim, an. (MZ-Foto: J. Lukaschek)
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Hettstedt/MZ. "Ich habe überlebt, um zu berichten, was ich erlebt habe", sagt Hendryk Mandelbaum. Der 84-Jährige war Häftling im Konzentrationslager Auschwitz.

Sein Zeitzeugenbericht stand im Mittelpunkt der Veranstaltung im Kolping Berufsbildungswerk (KBBW) in Hettstedt, bei der am Donnerstag die Ausstellung "Gegen das Vergessen" eröffnet wurde. Hendryk Mandelbaum war im Konzentrationslager im so genannten Sonderkommando eingeteilt. Die jüdischen Häftlinge mussten die von den Nazis in den Gaskammern ermordeten Mithäftlinge ins Krematorium schaffen und dort verbrennen. Der Schrecken dieser Erfahrungen schilderte er in seinem Bericht eindringlich. Nicht aber, ohne Lehren aus den Gräueltaten zu ziehen, die er erleben musste. "Damit so etwas wie in Auschwitz nicht mehr passiert, muss man kämpfen. Aber nicht mit Gewalt, sondern mit Worten", gab Mandelbaum den Berufsschülern des KBBW mit auf den Weg.

Mit dem Thema Konzentrationslager und Gedenkstätte Auschwitz hatte sich eine Arbeitsgemeinschaft aus Berufsschülern des KBBW schon seit einiger Zeit auseinander gesetzt. Sie fertigten eine Ausstellung an, in der Fakten über Konzentrationslager und Gedenkstätte mit Zeitzeugenberichten sowie Gedichten und Briefen von KZ-Häftlingen ergänzt werden. Vervollständigt wird die Ausstellung mit einer Tafel über die Geschichte und Gegenwart der Stadt Oswiecim (Polen), auf deren Gebiet das Konzentrationslager Auschwitz 1941 von den Nazis errichtet wurde. Die Ausstellung und das Zeitzeugengespräch sind Teil des "Auschwitz-Begegnungsprojektes" für Berufsschüler aus Deutschland und Polen, an dem sich das KBBW in dieses Jahr zum ersten Mal beteiligt (die MZ berichtete).


    
    
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