Maskierter greift 13-Jährigen an
Täter könnte rechtem Spektrum zugehörig sein
erstellt 25.09.07, 19:23h, aktualisiert 25.09.07, 21:44h
Aken/MZ/hda. Ein 13-jähriger Schüler aus Aken ist am Montagmorgen Opfer eines Überfalls geworden, der von einem vermutlich rechtsextremen Täter verübt wurde.
Das Geschehen spielte sich gegen 6.35 Uhr in der Burgstraße ab. Der Junge war laut Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizei mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule. In der Burgstraße sei er unvermittelt von einer maskierten Person angegriffen worden. Der Täter hatte nach Aussagen des Opfers mit einem Baseballschläger auf den Lenker des Fahrrades geschlagen. Dadurch kam der 13-Jährige zu Fall und zog sich eine Rippenprellung zu. Durch den Sturz verlor der Schüler seine Brille, die durch den Maskierten zertreten wurde.
Bekannt wurde der Vorfall erst in der Schule. Der Junge kam zu spät zum Unterricht. Die Lehrerin bemerkte, dass er seine Brille nicht trug, und ihr schien auch, dass er Schmerzen hatte. Daraufhin schickte sie den Jungen zur Schulleiterin. "Er hat mir von dem Überfall erzählt. Daraufhin habe ich die Polizei verständigt", teilte Schulleiterin Helga Adler in einem MZ-Gespräch mit.
Laut Polizei sollen sich in der Nähe des Tatortes noch vier weitere Personen befunden haben. Sie waren ebenfalls maskiert und sollen Sturmhauben getragen haben. Dem äußeren Erscheinungsbild nach könnten sie dem rechten Spektrum zugehörig sein.
Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Zeugen. Sie werden gebeten, ihre Beobachtungen an die Polizeidirektion Dessau, Tel. 0340 / 6000293, oder das Polizeirevier Köthen, Tel. 03496 / 4260, mitzuteilen.
"Das macht mich schon unruhig", bemerkte Akens stellvertretender Bürgermeister Karl Baukuß am Dienstag zu dem Übergriff gegen den 13-Jährigen. Wie er weiter informierte, soll am 4. Oktober in der Elbestadt ein Netzwerk gegen den Rechtsextremismus gebildet werden. Die Initiative dazu ging von Bürgermeister Hansjochen Müller (SPD) aus. Die politisch Verantwortlichen aus Aken reagieren damit auf mehrere rechtsextreme Vorfälle, die sich in den vergangenen Wochen in der Stadt ereignet haben (die MZ berichtete). Laut Baukuß gibt es bereits zahlreiche Interessenten, die mitarbeiten wollen. "Wir werden etwas formen, um dem Rechtsextremismus Paroli bieten zu können", sagte er.





















