Sachsen-Anhalt
Grüne untersuchen Umgang der Polizei mit Rechtsextremismus
Arbeitsgruppe soll zur Aufklärung von Ursachen für Verfehlungen beitragen
erstellt 26.07.07, 13:31h, aktualisiert 03.08.07, 16:38h

Die Leiterin der Außenstelle für die
Stasi-Unterlagen in Halle, Uta Leichsenring (Foto: MZ-Archiv)
Halle/ddp. Die Grünen wollen den Umgang der Polizei in
Sachsen-Anhalt mit dem Rechtsextremismus im Blick behalten. Eine neu
gegründete Arbeitsgruppe solle zur Aufklärung von Ursachen für die
wiederholten Verfehlungen von Polizisten beim Kampf gegen
Rechtsextremismus in Sachsen-Anhalt beitragen, teilten die Grünen am
Donnerstag in Halle mit.
Die Arbeitsgruppe vereine Experten mit Erfahrungen im Bereich der
Polizeiarbeit. Sebastian Striegel, Mitglied im Landesvorstand und
Koordinator der Arbeitsgruppe sagte, dass mit Uta Leichsenring,
Polizeipräsidentin a.D., eine ausgewiesene Expertin aus den
Arbeitsbereichen Polizeiarbeit und Rechtsextremismus für die
Mitarbeit gewonnen wurde. Auch die Vertreter der Initiativen gegen
Rechtsextremismus und der Mobilen Opferberatung könnten wichtige
Erfahrungen beisteuern.
Striegel sagte, in Teilen von Sachsen-Anhalts Polizei seien in den
vergangenen Jahren leider immer wieder Versäumnisse im Kampf gegen
Rechtsextremismus offenkundig geworden. Da diese Versäumnisse durch
Polizeiführung und Innenministerium bislang nicht hinreichend
aufgeklärt und Ursachen offenbar nicht ausreichend ergründet sind,
wollten die Grünen hier mit der Arbeitsgruppe ansetzen.
Innenminister Holger Hövelmann (SPD) müsse den Weg zur
qualitativen Verbesserung der Polizeiarbeit konsequent fortsetzen.
Dazu gehöre auch, alle Vorfälle öffentlich aufzuarbeiten und nicht
nur auf bekannt Gewordenes zu reagieren.



































