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Auszeichnung

Menschenrechts-Filmpreis für engagierte TV-Redakteure

Dokumentation über Tod eines Asylbewerbers im Polizeigewahrsam in Dessau wird geehrt

erstellt 10.12.06, 14:57h
Demonstraten in Dessau
Demonstranten protestieren vor dem Landgericht in Dessau in Gedenken an den toten Afrikaner Oury Jalloh. (Foto: dpa)
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Nürnberg/dpa. Eine Dokumentation über den Tod eines westafrikanischen Asylbewerbers im Polizeigewahrsam in Dessau ist am Samstag mit dem «Deutschen Menschenrechts-Filmpreis» ausgezeichnet worden. Marcel Kolvenbach und Pagonis Pagonakis erhielten den mit 1500 Euro dotierten ersten Preis für ihren Film «Tod in der Zelle -Warum starb Oury Jalloh?», der im WDR gesendet wurde. Der weltweit einzige Filmwettbewerb, der sich ausschließlich den Menschenrechten widme, solle das Bewusstsein in der Öffentlichkeit schärfen und Filmemacher ermutigen, sich mit dem Thema zu befassen, teilten die Organisatoren am Samstag mit.

«Film kann die weltweite Durchsetzung von Demokratie und Menschenrechten befördern», erklärte die Präsidentin des Goethe-Instituts und Schirmherrin des Filmpreises, Jutta Limbach. Er könne diese Ziele aber auch blockieren, indem er propagandistisch missbraucht werde.

Der Preis wird seit 1998 alle zwei Jahre in den Kategorien Profi-und Amateurfilm anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte verliehen. Er solle auch den oft lebensgefährlichen Einsatz von Filmemachern würdigen, die sich für den Schutz der Menschenrechte engagieren, hieß es. Veranstalter sind 16 Menschenrechts- und Kulturorganisationen, kirchliche Verbände und kommunale Einrichtungen. Für den Wettbewerb 2006 verzeichneten sie mit 192 Beiträgen einen Teilnahmerekord. Inhaltlich liege der Fokus auf Deutschland und besonders auf dem Thema Asyl.

In der Kategorie Amateurfilm gewann die Produktion «Akhona» von Michael Spengler aus Münster (1500 Euro). Er thematisiert darin das Schicksal eines mit Aids infizierten Waisenkinds in Südafrika. Der Sonderpreis in der Kategorie Filmhochschule (1000 Euro) ging an Tobias Müller (Vilsingen) von der Filmakademie Baden-Württemberg. Er beschäftigte sich in «Bánffy Castle» mit psychisch kranken Patienten, die in elenden Verhältnissen in Transsilvanien leben. Die Jury sprach von einem «hoch emotionalen und zutiefst bewegenden Film».


    
    
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