Lokalausgaben SaaleKurier - Halle/Saalekreis AnhaltKurier - Dessau-Roßlau Ascherslebener Zeitung Bernburger Kurier Bitterfelder Zeitung ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen Köthener Zeitung Mansfelder Zeitung - Eisleben, Hettstedt Neuer Landbote - Merseburg, Querfurt Quedlinburger Harz Bote Sangerhäuser Zeitung Weißenfelser Zeitung - Weißenfels, Hohenmölsen Zeitzer Zeitung Naumburger Tageblatt
Lokalausgaben

Seien Sie live dabei! Plus: Alle wichtigen Fußball-Tabellen!

Verpassen Sie keine Entscheidung in der 1. und 2. Bundesliga, der 3. Liga, im DFB-Pokal, der Champions League, der Europa League und in der Formel 1.
mz-web.de
RSS    |    Bildschirmschoner    |    mz-web.de mobil
Schriftgröße kleinSchriftgröße mittelSchriftgröße groß
Topthemen
Nach rassistischen Krawallen in Australien

Howard ruft in Sydney zu Toleranz auf

Menschen auf Grund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und Erscheinung anzugreifen, sei «völlig inakzeptabel»

erstellt 12.12.05, 14:44h
Identitätskontrolle
Polizisten in Sydney kontrollieren die Personalien einer Anwohnerin. (Foto: dpa)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
Sydney/dpa. Nach schweren, rassistisch motivierten Krawallen in Sydney mit zwei Dutzend Verletzten hat der australische Regierungschef John Howard zu Toleranz aufgerufen. Menschen auf Grund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und Erscheinung anzugreifen, sei «völlig inakzeptabel», sagte der Ministerpräsident am Montag.

Am Sonntag hatten rund 5000 meist weiße Jugendliche Jagd auf Menschen mit arabischem Aussehen gemacht und sich dabei auch heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Die Beamten wurden dabei unter anderem mit Bierflaschen beworfen. Die Randalierer zertrümmerten überdies die Fensterscheiben eines Krankenwagens und zerstörten Polizeiautos. 16 Verdächtige wurden festgenommen.

Die Krawalle hatten sich an Berichten entzündet, nach denen Australier libanesischer Herkunft zwei Rettungsschwimmer am Strand von Cronulla zusammengeschlagen hätten. Am Sonntag schwenkten die Randalierer australische Fahnen und riefen rassistische Sprüche. Bei mutmaßlichen Vergeltungsaktionen wurden in der Nacht zum Montag etwa 100 Autos angezündet und australische Fahnen verbrannt.

Der konservative Regierungschef lehnte es allerdings ab, die Anstifter der Krawalle Rassisten zu nennen. «Das ist ein Begriff, mit dem so oft um sich geworfen wird, dass ich das nicht auch tun werde», sagte Howard. Der Ministerpräsident des Bundesstaates New South Wales, Morris Iemma, sprach hingegen von der «hässlichen Fratze des Rassismus», das sich am Wochenende gezeigt habe. «Dieses schändliche, feige Verhalten darf nirgendwo geduldet werden.»

Der Chef des «Forums für Australiens Beziehung zum Islam», Kuranda Seyit, sieht in den Krawallen einen Beleg für einen «zu Grunde liegenden Rassismus, der tief in der australischen Psyche sitzt ist und der seit einigen Jahre vor sich hin schwelt». Der Sprecher der rechtspopulistischen «Australien Zuerst»-Partei, John Moffitt, machte hingegen die Einwanderungspolitik der vergangenen Jahrzehnte für die Ausschreitungen verantwortlich.


    
    
Anzeige
TOP
Print- und Online-Impressum | Datenschutzerklärung | Haftungsausschluss