Stadtwirtschaft Halle
Mitarbeiter zapfte Überschuss-Konto aus Müllgebühren an
Nach MZ-Informationen handelt es sich bei den dort lagernden Millionenbeträgen um Überzahlungen, die zum Beispiel durch Todesfälle zustande kommen. Werden die Beträge von den Hinterbliebenen nicht zurückgefordert, behält sie das Unternehmen ein.
Bekannt geworden war das Vorgehen durch Ermittlungen gegen den 42-jährigen Mitarbeiter B., der von diesem ihm unterstehenden Konto Hunderttausende Euro abzweigte. Der fristlos gekündigte Mitarbeiter, der mit dem Geld seine Bingo-Spielsucht finanzierte, ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft geständig. "Er ist sehr kooperativ", sagte Behördensprecher Klaus Wiechmann. Es werde wegen des Verdachts der Untreue ermittelt.
Halles Oberbürgermeisterin Ingrid Häußler (SPD) kündigte auch eine Überprüfung der Frage an, "auf welche Weise die betriebsinternen Kontrollen über Jahre umgangen werden konnten". Eine finanzielle Mehrbelastung der Hallenser sei jedoch ausgeschlossen. Das Unternehmen müsse die entstandene finanzielle Lücke selbst ausgleichen.
































