Lokalausgaben SaaleKurier - Halle/Saalekreis AnhaltKurier - Dessau-Roßlau Ascherslebener Zeitung Bernburger Kurier Bitterfelder Zeitung ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen ElbeKurier - Wittenberg, Gräfenhainichen, Jessen Köthener Zeitung Mansfelder Zeitung - Eisleben, Hettstedt Neuer Landbote - Merseburg, Querfurt Quedlinburger Harz Bote Sangerhäuser Zeitung Weißenfelser Zeitung - Weißenfels, Hohenmölsen Zeitzer Zeitung Naumburger Tageblatt
Lokalausgaben

Seien Sie live dabei! Plus: Alle wichtigen Fußball-Tabellen!

Verpassen Sie keine Entscheidung in der 1. und 2. Bundesliga, der 3. Liga, im DFB-Pokal, der Champions League, der Europa League und in der Formel 1.
mz-web.de
RSS    |    Bildschirmschoner    |    mz-web.de mobil
Schriftgröße kleinSchriftgröße mittelSchriftgröße groß
Topthemen
Feuertod eines Afrikaners

Feierlicher Abschied von Oury Jallow

Tragödie in Dessauer Zelle: Ermittlungen gegen zwei Polizisten dauern an

erstellt 23.03.05, 13:50h
Oury Jalloh
Oury Jalloh aus Sierra Leone starb am 7. Januar im Dessauer Polizeigewahrsam. (Foto: Attac)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
Dessau/dpa. Fast drei Monate nach dem tödlichen Zellenbrand in einem Dessauer Polizeirevier, bei dem ein Afrikaner starb, gibt es eine Trauerfeier für den Asylbewerber. Freunde, Bekannte und Dessauer Bürger versammeln sich am Samstag auf dem Zentralfriedhof, um Abschied von dem 21-Jährigen zu nehmen. Die Ermittlungen gegen zwei Polizisten dauern unterdessen an, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. Der Afrikaner hatte in der Zelle offenbar die Matratze angezündet und einen tödlichen Hitzeschock erlitten.

Zelle im Keller des Polizeireviers in Dessau
Die Zelle im Keller des Polizeireviers in Dessau, in der der 21-jährige Afrikaner starb. (Foto: MZ)
Bild als E-Card versenden Bild als E-Card versenden
Nach Zeugenvernehmungen und Rekonstruktion der Geschehnisse des 7. Januar hatte die Staatsanwaltschaft den Tatverdacht gegen einen der Polizisten fallen gelassen. Den Ermittlungen zufolge sei es unwahrscheinlich, dass er beim Absuchen des Mannes das Feuerzeug übersehen habe, mit dem der Afrikaner später den Brand auslöste.

Unklar sei weiterhin, ob der Dienstgruppenleiter nach Anschlagen des Rauchmelders noch eine Möglichkeit gehabt hätte, den Mann aus dem Feuer zu retten. Gegen ihn besteht der Verdacht der Körperverletzung mit Todesfolge. Gegen einen weiteren Polizisten wird noch wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Mit einem Abschluss der Ermittlungen wird nicht vor April gerechnet.


    
    
Anzeige
TOP
Print- und Online-Impressum | Datenschutzerklärung | Haftungsausschluss