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Unfall oder Selbstmord?

Brand in Zelle bei der Polizei wird nachgestellt

Unter anderem wird die Lüftungsanlage geprüft - «Alles muss originalgetreu sein»

erstellt 17.01.05, 13:12h, aktualisiert 17.01.05, 13:39h
Dessau/dpa. Mit einem hohen technischen Aufwand wird in dieser Woche der tödliche Zellenbrand im Dessauer Polizeirevier nachgestellt. Es wird zunächst mit der Prüfung der Lüftungsanlage in dem Zellentrakt begonnen, sagte die Dessauer Oberstaatsanwältin Susanne Helbig am Montag und bestätigte einen Bericht von radio SAW. Weitere technische Versuche zur Rekonstruktion des Brandverlaufs sollen folgen.

«Alles muss originalgetreu sein», sagte Helbig. «Die Schaffung der technischen Voraussetzungen ist eine Aufgabe für Spezialisten». Hier kommen Experten des Landeskriminalamtes und der Landesfeuerwehrschule Heyrothsberge bei Magdeburg zum Einsatz. Bei dem Feuer war am 7. Januar ein 21 Jahre alter Mann aus Sierra Leone ums Leben gekommen. Die genaue Ursache ist immer noch unklar.

Bis zum Ende der Woche soll dann auch das endgültige Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung vorliegen. «Dann werden wir wissen, ob der Mann unter der Einwirkung von Drogen stand», sagte Helbig. Dann sei auch geklärt, ob sich der 21-Jährige möglicherweise selbst angezündet hat. Er befand sich in Gewahrsam, weil er mehrere Frauen im Stadtgebiet von Dessau belästigt und Widerstand gegen Polizeibeamte geleistet haben soll. Die Polizisten hatten versucht, das Feuer zu löschen, gelangten aber wegen der starken Rauchentwicklung nicht mehr in die Zelle


    
    
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