Extremismus
Früherer NPD-Anwalt wegen Volksverhetzung vor Gericht
Mahler soll auf Veranstaltung in 2002 antijüdische Schrift verteilt haben
erstellt 06.02.04, 15:13h

Der frühere NPD-Anwalt Horst Mahler (l.) unterhält sich am Freitag (06.02.2004) in einem Saal des Berliner Landgerichtes mit seinem Rechtsanwalt Mirko Röder. Mahler, der inzwischen nicht mehr der NPD angehört, muss sich wegen Volksverhetzung verantworten. (Foto: dpa)
Berlin/dpa. Wegen Volksverhetzung steht der frühere NPD-Anwalt Horst Mahler seit Freitag vor dem Berliner Landgericht. Die Anklage
wirft ihm vor, den Hass auf Juden als etwas Normales dargestellt zu haben. Der Jurist, der inzwischen nicht mehr der NPD angehört, soll bei einer Veranstaltung der rechtsextremistischen Partei im September 2002 eine von ihm verfasste Schrift mit hetzenden und antisemitischen
Passagen an Journalisten verteilt haben.
Bei seinem Auftritt vor Gericht beschimpfte Mahler am Freitag die
Richter und äußerte sich abfällig über Ausländer und jüdische Bürger.
Der 68-jährige muss deshalb mit neuen Strafermittlungen rechnen. Den
Massenmord an den Juden in Konzentrationslagern der Nazis zu leugnen,
sei volksverhetzend und strafbar, sagte ein Gerichtssprecher.
Neben Mahler sitzen noch zwei weitere Männer auf der
Angeklagebank. Sie sollen für eine rechtsextremistische Internetseite
verantwortlich sein. Wegen Volksverhetzung können Geldstrafen oder
Haftstrafen von bis zu fünf Jahren verhängt werden.






























