Elektrosmog
Strahlt neu errichteter Sendemast?
Bürger in Schkopau besorgt - Netzbetreiber hat keine Bedenken
VON Petra Wozny, 09.03.04, 11:45h, aktualisiert 09.03.04, 19:52h

In Schkopau wurden in den vergangenen Wochen fünf derartige UMTS-Masten aufgestellt. Anwohner sind nun besorgt, ob sie durch sie verstrahlt werden und gesundheitliche Schäden davon tragen. (MZ-Foto: Peter Wölk))
Schkopau/MZ. Andreas Möhwald ist besorgt. Vor etwa zwei Wochen ist unmittelbar vor seinem Wohnhaus in Schkopau ein Sendemast errichtet worden. Der Computerspezialist weiß, dass solche Anlagen "ähnlich wie eine Mikrowelle Strahlen aussenden". "Man sagt, dass sich dadurch das Gehirn bis zu zwei Grad erwärmen kann, dass es zu Gesundheitsschäden kommt und auch die Krebshäufigkeit in Gebieten, wo solche Masten stehen, größer ist." Belegt sei dies nicht, aber Besorgnis erregend allemal, sagt der Vater zweier Kinder. Eine Familie aus dem Haus in der Schkopauer Bunsenstraße trage sich mit dem Gedanken, aufgrund der vermuteten Strahlengefahr weg zu ziehen.
Thomas Malottki, dessen Firma aus Halle die Masten setzt, damit im Raum Merseburg auch mit der inzwischen dritten Handygeneration telefoniert werden kann, weist die Bedenken weit von sich. "Seit 14 Jahren besteht die Firma. Wir sind weltweit im Einsatz. Nirgendwo gab es bisher irgendwelche nachgewiesenen Schäden aufgrund der Sendemasten." Dieser Auffassung ist auch Georg von Wagner, verantwortlich für die Region Ost von T-mobile, dem Netzbetreiber. "Es gibt inzwischen rund 25 000 wissenschaftliche Arbeiten zum Thema. Nirgendwo konnte bisher nachgewiesen werden, dass die Strahlen gesundheitsschädigend sind", erfuhr die MZ von ihm. In der Tat sende solch ein UMTS-Mast Strahlen aus. Die lägen bei zehn Watt, wogegen eine Mikrowelle etwa 500 Watt ausstrahle. Bevor die Masten aufgestellt würden, müssten an jedem neuen Standort, die durchaus auch in Wohngebieten liegen können, Messungen durchgeführt werden. In Schkopau seien alle geforderten Maße bis auf den Zentimeter genau in Höhe und zum Erdboden gegeben. Der Mast wurde auf dem Dach eines Telekom-Gebäudes errichtet. "In keinster Weise hat es bisher eine Überschreitung der Messweise gegeben", schildert von Wagner. Die Werte lägen für die dritte Generation des Mobilfunknetzes hundertfach darunter. "Niemand muss einen Grund zur Sorge haben", betont der Fachmann.













































