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Hintergrund

Die Geschichte der Berliner Akademie der Künste

 
 
erstellt 22.01.05, 18:26h, aktualisiert 22.01.05, 18:54h
 

Berlin/dpa. Die damalige Königliche Preußische Akademie der Künste zog vor rund einem Jahrhundert an den Pariser Platz 4. Nachfolgend eine Chronik ihrer Geschichte an diesem Ort:

1907: Am 1. Januar Einzug der Akademie in das umgebaute Arnimsche Palais und später Eröffnung der ersten Ausstellung in Gegenwart des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen.

1920-1932: Unter der Präsidentschaft des Malers Max Liebermann wird die Akademie ein herausragender Ort für das künstlerische Leben in Berlin und zu einem wichtigen kulturpolitischen Forum in der Weimarer Republik.

1933: Im Februar erzwingen die Nationalsozialisten den Austritt von Käthe Kollwitz und Heinrich Mann.

1937: Die Akademie muss das Haus räumen und bezieht das Kronprinzenpalais Unter den Linden. Albert Speer zieht als Generalbaudirektor der Reichshauptstadt am Pariser Platz ein, um im Auftrag Hitlers an seinen Planungen für die «Welthauptstadt Germania» zu arbeiten.

1944/45: Schwere Kriegsschäden durch Bomben und Brände.

1950: Hauptsitz der am 23. April gegründeten Deutschen Akademie der Künste in der DDR wird der Robert-Koch-Platz im Ostteil der Stadt. In den erhaltenen Ausstellungssälen am Pariser Platz werden Ateliers für Akademiemitglieder wie den Bildhauer Fritz Cremer und mehrere Maler-Meisterschüler wie Wieland Förster und Werner Stötzer eingerichtet.

1961: Nach dem Mauerbau am Brandenburger Tor ziehen in mehrere erhaltene Akademieräume DDR-Grenztruppen ein, die hier auch eine Arrestzelle für so genannte «Grenzverletzer» (Flüchtlinge) einrichten.

1985: Der geplante Abriss des im Grenzgebiet liegenden Gebäudes kann nur mühsam verhindert werden.

1990: Im Vorfeld der Vereinigung beider Akademien (1993) Verständigung über den künftigen Hauptsitz am historischen Ort. Wieder Ausstellungen am Pariser Platz.

2000: Im Mai erfolgt die Grundsteinlegung.

2003: Zeitweilige Stilllegung der Baumaßnahmen. Die Senatsbauverwaltung kündigt dem Generalunternehmer und übernimmt selbst das Projekt.

2005: Im Februar geplante technische Übergabe des Neubaus.

21. Mai 2005: geplante Eröffnung des Hauses.

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