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Soziales: Suchtberatung offenbar vor Trägerwechsel

Uhr | Aktualisiert 25.01.2013 19:41 Uhr
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Die Drogen- und Suchtberatungsstellen in Sangerhausen und Lutherstadt Eisleben stehen offenbar vor einem Trägerwechsel. Nach Angaben von Christiane Beyer, Fachbereichsleiterin der Kreisverwaltung Mansfeld-Südharz, hatte die Kontext GmbH den Vertrag für Sangerhausen bereits zum Jahresende 2012 gekündigt.
sangerhausen/MZ. 

Beratung bis Ende März gesichert

Auch für die Beratungsstelle in Eisleben, die vom Verein "sucht-Hilfe" betrieben wird, hatte Detlef Minzlaff, der bei beiden Betreibern Geschäftsführer ist, angekündigt, den Betrieb nicht mehr fortführen zu wollen. "Wir konnten uns jedoch einigen. Die Beratung wird auf jeden Fall bis Ende März abgesichert", sagte Beyer und verwies auf ein geplantes Interessenbekundungsverfahren, mit dem ein neuer Betreiber gefunden werden soll, der die Beratung fortführt. Zu den Gründen für die offensichtlich unterwartete Kündigung äußerte sich Beyer in der Sitzung des Sozialausschusses des Kreistages nicht.

Auch Minzlaff hielt sich auf Nachfrage zurück und verwies gegenüber der MZ auf seit Jahren bestehende Finanzierungsprobleme. Ursache dafür waren bisher immer verspätete Zahlungen der Zuschüsse, die vom Land Sachsen-Anhalt (86 000 Euro jährlich) und dem Landkreis (55 000 Euro im Jahr) kommen.

Zuschüsse von Land und Kreis

Mit den staatlichen Zuschüssen werden Festangestellte und Honorarkräfte in den beiden Beratungsstellen bezahlt. Allein in Sangerhausen suchten im vergangenen Jahr über 250 Suchtkranke Hilfe bei der Bewältigung ihrer Probleme. Tendenz steigend. Insbesondere steige die Zahl der Suchtkranken durch Alkohol- und Drogenkonsum, aber auch Spielsucht und Medikamentenmissbrauch stünden immer öfter auf der Tagesordnung, hieß es.

Hauptaufgabe der Beratungsstellen ist es indes, die Patienten auf eine stationäre Therapie vorzubereiten. Darüber hinaus leisten die Mitarbeiter Präventionsarbeit und leiten Selbsthilfegruppen an. Auch die Mitarbeit im Arbeitskreis Sucht und der Kontakt zu den Suchtkliniken gehört zu den Aufgaben.

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