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Rettungsdienst in Mansfeld-Südharz: Landkreis verkauft ITW mit Verlust

Die Spezialfahrzeuge sind größer als normale Rettungswagen.

Die Spezialfahrzeuge sind größer als normale Rettungswagen.

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Jürgen Lukaschek

SangErhausen -

Der Landkreis Mansfeld-Südharz will einen seiner beiden Intensivtransportwagen an ein international agierendes Unternehmen verkaufen, das sich auf Patiententransporte spezialisiert hat. Das hat der Betriebsausschuss des Eigenbetriebes Rettungsdienst in seiner Sitzung empfohlen, sagte Landrätin Angelika Klein (Die Linke). Da das Kaufangebot für das Spezialfahrzeug nur bis Mitte Februar gilt und der Kreistag erst Anfang März zusammenkommt, will Klein eine sogenannte Eilentscheidung zum Verkauf treffen. Die Aktion gerät jedoch zum Verlustgeschäft. Denn die rollende Intensivstation soll für 175 000 Euro und damit rund 21 000 Euro unter dem aktuellen Buchwert verkauft werden. Zuvor hatte ein Bieterverfahren für den ITW nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

Das zweite Spezialfahrzeug zur Patientenverlegung zwischen zwei Krankenhäusern sollte nach dem Willen der Krankenkassen an die Stadt Halle verkauft werden. In der Saalestadt sollte ein landesweites Koordinierungszentrum für Intensivtransporte entstehen. Wann das Pilotprojekt an den Start geht, ist derzeit aber völlig offen. Der Landkreis Mansfeld-Südharz hatte vor rund drei Jahren die beiden ITW für rund eine Million Euro angeschafft. Die Kassen weigerten sich, die Kosten für die Einsätze zu übernehmen und klagten erfolgreich. (mz)


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