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Neujahrsempfang in Sangerhausen: Schlangestehen zum Auftakt

Die Gäste fanden sich wie immer in einer schön geschmückten Mammuthalle wieder.

Die Gäste fanden sich wie immer in einer schön geschmückten Mammuthalle wieder.

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maik schumann

Sangerhausen -

Die Menschenschlange im Foyer der Sangerhäuser Mammuthalle wächst genauso kontinuierlich wie das Stimmengewirr zunimmt. Der Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes wirft kurz einen Blick auf die Einladung zum Neujahrsempfang des Landkreises Mansfeld-Südharz. Dennoch geht es nur schleppend voran. Schließlich schütteln Landrätin Angelika Klein (Die Linke) und der Vorsitzende des Kreistages, Norbert Born (SPD), jedem einzelnen der rund 600 Gäste die Hand.

Unterdessen stimmen Musiker aus der Kreismusikschule die Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben auf den ersten gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres im Landkreis Mansfeld-Südharz ein. Und der hält ein Novum bereit. Erstmals wird an diesem Abend eine Medaille des Landkreises Mansfeld-Südharz an zwei Bürger für ihr ehrenamtliches Engagement verliehen.

Auf 2015 zurückgeblickt

Zuvor lässt Landrätin Klein das Jahr 2015 Revue passieren. Dabei nimmt die Flüchtlingskrise breiten Raum ein. Deren Bewältigung sei eine enorme Herausforderung. Derzeit leben knapp 2 000 Flüchtlinge im Landkreis, das entspricht rund 1,5 Prozent der Bevölkerung. Ziel müsse es sein, die Schutzsuchenden „schnell und erfolgreich“ zu integrieren. Der Wille bei den Asylanten sei groß. Zudem gebe es bereits positive Beispiele, sei es im Fußball beim neu gegründeten FC Hettstedt oder beim Kampfsport-Athletik-Verein Mansfelder Land. Letztere sollen auch die Gelder aus der Spendenaktion zum Neujahrsempfang erhalten. Fest stehe, dass die Herausforderungen im Bereich Asyl bleiben. „Ich hoffe, dass wir das gemeinsam meistern werden“, sagte Klein. Die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln und auch der Anschlag von Istanbul mit zehn Toten mache nicht nur betroffen, sondern stimme auch nachdenklich, ging sie auf die aktuelle Entwicklung ein.

Netzausbau für schnelleres Internet angekündigt

Die Landrätin spannte einen Bogen über alle gesellschaftlichen Bereiche. Dabei forderte die ehemalige Landtagsabgeordnete das Kultusministerium auf, den Lehrermangel „schnell zu beheben“ und kündigte den Start für den Netzausbau für schnelles Internet an. Ferner kündigte sie indirekt Investitionen in der Wirtschaft an. „Ich bin zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr auch Erfolgsmeldungen verkünden können.“ Zudem blickte sie auf das Lutherjahr. „Während ich vor einem Jahr feststellen musste, dass wir bis zu diesem Zeitpunkt in punkto Reformationsjubiläum nicht stattgefunden haben, ist inzwischen eine deutliche Dynamik spürbar“, so Klein. Zudem wolle man den Sachsen-Anhalt-Tag 2016 in Sangerhausen und 2017 in der Lutherstadt Eisleben nutzen, um für die Region zu werben.

Für Diskussionen und teilweise Unverständnis sorgte unterdessen die Union. So hatte der CDU-Landtagsabgeordnete André Schröder am Abend zu einer Wahlkampfveranstaltung mit dem Bundestagsabgeordneten Wolfgang Bosbach (CDU) eingeladen. Der CDU-Landtagsabgeordnete Eduard Jantos hatte zudem im Theater in Eisleben einen Kulturabend für Unionsmitglieder und Sympathisanten organisiert. Neben Grußworten von Sparkassenvorstand Hans Ulrich Weiss und Sachsen-Anhalts Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) beschloss die Bergarbeiterhymne den offiziellen Teil des Abends. Unter Begleitung der Kreismusikschule sangen die Gäste das Steigerlied. Anschließend gab es noch einen Imbiss. (mz)


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