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Mitteldeutsche Zeitung | Infrastruktur in der Region Sangerhausen: ADFC fordert Ausbau der Fahrradwege
22. November 2013
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Infrastruktur in der Region Sangerhausen: ADFC fordert Ausbau der Fahrradwege

Radwege

Nicht überall sehen die Radwege in der Region so gut aus wie auf dem Abschnitt zwischen Tilleda und Hackpfüffel.

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MAIK SCHUMANN

SANGERHAUSEN/MZ -

Der Kreisverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hat in einem Zehn-Punkte-Papier den Ausbau und die Instandsetzung der Radwege gefordert. „Nur so kann die Region für Einheimische und Touristen fahrradfreundlich gestaltet werden“, sagte der ADFC-Kreisvorsitzende Dietrich Pauls. Es gebe noch immer großen Nachholbedarf. Nachfolgend die einzelnen Positionen der Wunschliste:

Der Radweg auf der alten Bahntrasse zwischen Tilleda und Kelbra, der in einem sehr schlechten Zustand ist, muss nach Meinung des Fahrrad-Clubs instand gesetzt und zu einem normgerechten Radweg ausgebaut werden. Die Strecke ist Teil des Harzvorlandradweges und des Kyffhäuser-Radweges.

Straßenbegleitende Radwege zwischen Edersleben und Hackpfüffel sowie zwischen Martinsrieth, Riethnordhausen und Borxleben sind laut ADFC dringend notwendig, da die dortigen Landesstraßen starken Lkw-Verkehr aufweisen. Erst im August wurde ein Radfahrer zwischen Martinsrieth und „Rio“ von einem Transporter tödlich verletzt.

Der ADFC fordert, den bestehenden Rundweg um den Stausee Kelbra fahrradtauglich auszubauen. Bei Streckenführung und Bauart sei ein Kompromiss zwischen Naturschutz und Tourismus zu finden.

Der Radweg zwischen Oberröblingen und Edersleben sollte bis ins thüringische Artern fortgesetzt werden.

Bau eines Radweges vom Bergaer Ortsteil Bösenrode nach Uftrungen. Radfahren auf der dortigen Landesstraße ist nach Meinung des ADFC wegen des starken Lkw-Verkehrs lebensgefährlich.

Der Bau eines straßenbegleitenden Radweges von der Kreuzung Sotterhäuser Weg / B 86 in Sangerhausen zum Beyernaumburger Ortsteil Othal und weiter nach Beyernaumburg ist laut dem Fahrrad-Club dringend erforderlich. Die Straße, auf der viele Kinder zum Schulbauernhof fahren, sei sehr schmal und gefährlich.

Von der Straße am Unterfeld im Sangerhäuser Helmepark fehlt die Anbindung nach Süden zum geschotterten Weg in Richtung Kloster Rohrbach. 800 Meter seien dort unbefahrbar. Von der Kloster-Rohrbach-Straße sollte der alte Übergang über die Helme am Wehr wieder geschaffen werden. Würde gebaut, entstünde ein durchgängiger attraktiver Radweg von Sangerhausen zum Kyffhäuser, so der ADFC.

Der Bau eines Radweges von Emseloh nach Eisleben wurde nur mit der dritten und damit letzten Dringlichkeitsstufe in den Radverkehrsplan des Landes aufgenommen. Bis dort gebaut werden kann, sollte auf der breit ausgebauten Straße durch eine Fahrbahnmarkierung ein separater Radweg geschaffen werden, fordert der ADFC.

Der Roßlasche Weg zwischen Roßla und Kelbra sollte zum Radweg ausgebaut werden. Kelbraer könnten so zum Einkaufen einfacher mit dem Fahrrad nach Roßla fahren.

Von der Wegekreuzung mit der Landestraße 220 östlich von Tilleda, entlang der alten Kompostieranlage, sollten die ersten 550 Meter des Weges in Richtung Melmsee-Ichstedt instand gesetzt werden.

Außerdem setzt sich der ADFC für eine bessere Beschilderung ein: An vielen Radwegen fehlten Hinweisschilder, was Ortsunkundigen die Orientierung erschwere, sagte der ADFC-Kreis-Chef.


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