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Gipskarsthöhle Uftrungen: «Heimkehle» wartet weiter auf Fördergelder

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 21:39 Uhr
Der Große Dom in der «Heimkehle» bei Uftrungen. (ARCHIVFOTO: MAIK SCHUMANN) 
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Über den Fördermittel-Antrag für die Umgestaltung der "Heimkehle" bei Uftrungen ist noch nicht entschieden worden. Das sagte jetzt eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes in Halle. Dort wird zurzeit der Antrag bearbeitet.
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Uftrungen/MZ. 

Über den Fördermittel-Antrag für die Umgestaltung der "Heimkehle" bei Uftrungen ist noch nicht entschieden worden. Das sagte jetzt eine Sprecherin des Landesverwaltungsamtes in Halle. Dort wird zurzeit der Antrag bearbeitet, den die Gemeinde Südharz zur Jahresmitte 2012 gestellt hat.

Die Gemeinde hofft auf einen Zuschuss von 750 000 Euro. Damit will sie die Schauhöhle attraktiver gestalten, vor allem aber den Belangen des Naturschutzes besser gerecht werden. Denn in der Gipskarsthöhle leben mehrere Arten streng geschützter Fledermäuse. Dass über den Antrag noch nicht entschieden worden ist, liege an fehlenden fachlichen Stellungnahmen, heißt es zur Begründung aus dem Landesverwaltungsamt. Die Gemeinde habe noch ein paar kleine Nachforderungen zu erfüllen gehabt, das sei passiert.

Ratssitzung am 30. Januar

Erst wenn alle Unterlagen komplett sind, werde entschieden, betonte eine Sprecherin. Einen Zusammenhang zum Antrag auf Anerkennung des Biosphärenreservats Karstlandschaft Südharz gebe es jedoch nicht, betonte sie: "Es besteht kein Zusammenhang zwischen dem Förderverfahren und der Biosphärenreservats-Anerkennung." Möglicherweise wird Südharz-Bürgermeister Ralf Rettig (CDU) das Thema in der Ratssitzung am 30. Januar behandeln.

Eine Aussage, wann die Entscheidung über die Förderung der "Heimkehle" fällt, sei nicht möglich, hieß es aus dem Landesverwaltungsamt. Doch die Zeit drängt. Denn Bauarbeiten sind nur innerhalb eines kurzen Zeitraumes von nicht mal einem Vierteljahr möglich - vom 1. Mai bis 20. Juli. So verlangt es der Betriebsplan für die Höhle, der vom Bergamt des Landes für jeweils zwei Jahre erlassen wird und der Ende dieses Jahres ausläuft. Wie die Sprecherin des Landesverwaltungsamtes versicherte, könne man aber davon ausgehen, dass "unsere Naturschützer das im Auge haben". Die vom Heimkehle-Experten Reinhard Völker erarbeiteten Pläne sehen vor, dass die Besucher die Höhle künftig auf einem Rundweg erleben. Der Riesentunnel, in dem Tausende von Fledermäusen zu Hause sind, bliebe davon unberührt.

Abrisse vorgesehen

Er soll aber immerhin noch so behutsam beleuchtet werden, dass Besucher seine gewaltigen Ausmaße erkennen. Auch im Umfeld der Höhle sind Veränderungen vorgesehen. So sollen mehrere Gebäude abgerissen werden, die nicht mehr gebraucht werden. Außerdem will das Biosphärenreservat ein Informationszentrum errichten.

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