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Freibad Stolberg: Außenbecken soll seperat genutzt werden

Uhr | Aktualisiert 16.01.2013 21:45 Uhr
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Das Außenbecken des Stolberger Freizeitbades "Thyragrotte" soll im kommenden Sommer separat genutzt werden können. "Dazu wollen wir eventuell einen Freibad-Tarif einführen", sagte Betriebsleiterin Jutta Parnieske-Pasterkamp.
Stolberg/MZ. 

Eine außergewöhnliche Idee ist im Kommunalen Eigenbetrieb Südharz (KES) gereift: Das Außenbecken des Stolberger Freizeitbades "Thyragrotte" soll im kommenden Sommer separat genutzt werden können. "Dazu wollen wir eventuell einen Freibad-Tarif einführen", sagte Betriebsleiterin Jutta Parnieske-Pasterkamp.

Zurzeit wird geprüft, wie sich die Idee praktisch umsetzen lässt. "Die Gäste könnten ein farbiges Bändchen bekommen und mittels einer mobilen Absperrung im Eingangsbereich des Bades ins Freie geleitet werden", sagt die Betriebsleiterin. Im Freien ließen sich problemlos zwei mobile Umkleidekabinen aufstellen, Besucher könnten die beiden Toiletten im Eingangsbereich des Bades nutzen. "Die Preise würden dann deutlich günstiger sein", vergleicht Parnieske-Pasterkamp.

Zustimmung im Betriebsausschuss

Mit dieser Idee rennt der Eigenbetrieb sozusagen offene Türen ein. Denn seit das Waldbad für den Badebetrieb geschlossen worden ist und nur noch zum Angeln genutzt wird, blieb als Alternative nur die "Thyragrotte" - eigentlich zu teuer für Kinder und Jugendliche, die bei schönem Wetter gern tagtäglich ins Bad pilgern.

Zumindest im Betriebsausschuss der Gemeinde kam die Idee schon gut an. Sowohl Antje Ertner aus Uftrungen als auch Claudia Hacker aus Stolberg, die beide als Vertreter der Belegschaft dem Ausschuss angehören, lobten die "sehr gute Idee". Auch Bürgermeister Ralf Rettig (CDU) fand die Variante "interessant". Bis zur Saison bleibe ja noch Zeit, um das Ganze vorzubereiten. "Es muss praktikabel sein, und Kontrolle wäre nötig."

Erst kürzlich hatte der Eigenbetrieb die Tarifstruktur umfassend unter die Lupe genommen und nach Möglichkeiten gesucht, die Ausgaben fürs Freizeitbad zu verringern und vor allem die Einnahmen zu erhöhen - nicht durch höhere Preise, sondern mehr Gäste. Denn bisher erweist sich das Bad als Zuschussgeschäft, weil jährlich 300 000 Euro zu wenig eingenommen werden. Andererseits lockt das Bad als Schlecht-Wetter-Alternative manchen Urlauber in den Südharz. Ziel jedoch, wie Rettig immer wieder betont: "Wir müssen von dem hohen Zuschuss runter."

Frühschwimmertarif eingeführt

Die zum Jahreswechsel erfolgte Umstellung der Tarife bedeute gegenwärtig für die Mitarbeiter an der Kasse, viel erklären zu müssen, sagt Parnieske-Pasterkamp. "Vor allem Besucher, die bisher immer eine Stunde hier waren, besonders Stammgäste, fragen, warum jetzt die Mindestzeit eineinhalb Stunden beträgt." Man habe aber auch schon auf die Wünsche der Stammkunden reagiert und sowohl einen Früh- als auch Abendschwimmer-Tarif eingeführt. Er gilt allerdings nur montags bis freitags für die Zeit von 10 bis 11 Uhr sowie von 20 bis 21 Uhr, also die letzte Stunde, bevor das Bad schließt. Dafür zahlen Erwachsene 3,80 Euro, das sind 20 Cent mehr, als eine Stunde Badbesuch bis zum Jahresende gekostet hat.

Wie sich die Umstellung der Tarife auf die Besucherzahlen und Einnahmen auswirkt, soll halbjährlich analysiert werden.

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